- Blue Dragon (XBOX 360) zu Ende spielen
- Fallout 3 (XBOX 360)
- Prince of Persia (XBOX 360)
- Tomb Raider Underworld (XBOX 360)
- Empire: Total War (PC)
- Final Fantasy XIII (XBOX 360)
- eventuell GTA IV (XBOX 360)
- eventuell Mass Effect I (XBOX 360) noch einmal
Die beiden MMOs auf die ich warte (Star Trek Online und Star Wars Old Republic) kommen wohl nicht vor 2010 raus, insofern gibt es da nicht viel zu berichten, außer Previews.
World of Warcraft
Ein grandioses Spiel, bislang. Auch wenn ich es extra-langsam angehen lasse, so ist WOW doch zu Recht der Marktführer bei den Online-Rollenspielen. Grafik, Sound, Animation und dadurch Atmosphäre sind ausgezeichnet. Sicher, es ist "more of the same", also "mehr vom Gleichen", was dem Spiel nicht gerade den Innovationspreis geben wird, doch wie gut es gemacht ist, das sichert Blizzard zu Recht einen Millionenseller. Meine Frau und ich sind heilfroh, dass wir erst so spät loslegen, denn die Questgebiete sind nun recht leer, es gibt sogar Ressourcen (Kräuter, Erz) die mehr als 5 Sekunden herumliegen ohne dass 5 Todesritter aus allen Himmelsrichtungen und dem Himmel selbst drauf zustürzen und keine ernsthafte Konkurrenz um Questgegner. Das Paradies. Wir haben seit WoW Classic nicht mehr so viel Spaß dabei gehabt, alles in Ruhe zu erkunden, die Quests zu genießen und in Ruhe anzugehen. Dabei kommt der Stufenanstieg von alleine, ohne viel zeitlichen Einsatz ist mein Jäger auf Stufe 72 gestiegen (Gildenfreunde, die 3 Charaktere auf 80 haben, werden jetzt sicher schmunzeln), der Schurke auf 71,5. So nähern wir uns entspannt den nächsten Questgebieten. Instanzen sind erst einmal zweitrangig, auch wenn es dadurch gute Questbelohnungen/Drops gibt. Der Weg zur Höchststufe ist mit vielen weiteren "Goodies" gesegnet, da hat es keine Not unbedingt die besten Sachen aus den Instanzen zu schleppen.
Ich sehe mich in ca. 1-2 Monaten mit meinem Jäger auf Stufe 80, dann will ich mal die ganzen Quests erledigen, soweit das machbar ist und keine 5 Mann (Tank, Heiler, Hybrid, 2 DD) Gruppen benötigt. Bis dahin werde ich nur wenig Blogeinträge zu WoW schreiben, denn alle wesentlichen Inhalte (Gruppenspiel, neue Regionen, Handwerk) sind weitestgehend bekannt, nur wenn mir etwas besonders auffällt oder bemerkenswert erscheint, schreibe ich dazu.
LOTRO
Zu Lasten von WoW geht es mit großer Freude bei LOTRO weiter. Die alten Gebiete sind nicht mehr so ganz menschenleer wie noch vor ein paar Wochen, überall hasten niedrigstufige Hüter und Runenbewahrer herum, die schnell, schnell Stufe 60 werden wollen. Es gibt aber auch noch viele Spieler, die mit Stufe 50 Traits oder Rufaufgaben erledigen und das Handwerk erlebt seit den Handwerksgilden eine echte Blüte. Meine drei Charaktere (Kundiger, Barde und Waffenmeister) versuchen sich alle in der Kunst weiterzubringen, dabei geht (mit viel Freude!) so viel Zeit drauf, dass das "leveln" ein wenig hinterher hinkt. Mein Kundiger erreicht durch Questen und Traits derzeit schon Stufe 52, ohne einen Fuß nach Moria gesetzt zu haben. Immerhin ist er bei der Schneidergilde so weit, dass er die besten (hellblauen) Schneiderartikel herstellen kann, leider mit enormen Cooldown auf die dafür nötigen Materialien. Doch es ist sehr befriedigend, gut ausgerüstet nach Moria zu gehen, um es dort ein wenig leichter zu haben. Für die Hauptfrau meines Eheweibs hat mein Barden-Waffenschmied bereits eine Spitzenwaffe hergestellt, die hellblaue Hellebarde, welche vor Moria eine der besten Waffen war. Eine legendäre Waffe habe ich noch nicht, das ist das nächste Projekt. Das gute am Waffenschmied ist, dass er später für fast alle unserer Nahkampfklassen sinnvolle Sachen herstellen kann, sowohl auf dem Weg nach 60 als auf Stufe 60. Sehr motivierend!
Das Questen geht langsam voran, angesichts der zahllosen Möglichkeiten, Zeit für Handwerk aufzuwenden. Immerhin haben wir Forochel abgeschlossen (bis auf 2 Gruppenaufgaben) und sind wieder nach Angmar zurückgekehrt. Hier arbeiten wir uns langsam bis an die höchsten Vor-Instanzenquests voran. Wenn wir die bald vollendet haben, geht es gen Eregion, wo die Vorquests von Moria beginnen. Da im Januar der nächste Patch erwartet wird, der Moria/Lothlorien gen Osten erweitert, ist das der ideale Zeitpunkt, denn dann ergießt sich der Strom hochstufiger Mitspieler in die neuen Gebiete und Moria wird wieder ein wenig leerer. Anfangs muss das dort genauso unangenehm gewesen sein, wie bei WotLK zu Beginn.
MMOs
Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich am liebsten MMO's ausschließlich in Kleinstgruppen spielen würde. Die Designer von LOTRO haben auf einen von mir beobachteten Trend reagiert: Viele Spieler in LOTRO sind zu zweit unterwegs, selten zu dritt oder in einer Gruppe. Daher sind die meisten Aufgaben auf Solospieler und Kleingruppen (2-3 Spieler) ausgelegt. Sicher sind Instanzen mit netten Gildenfreunden eine echte Bereicherung, doch in der Außenwelt gibt es nur selten Momente, wo die klassischen Methoden (Gruppenaufbau Tank, Heiler, Hybrid, DD, DD, …) wirklich Spaß machen. Da fand ich das Konzept von Warhammer besser, eine Art offene Gruppe zu schaffen, in der man automatisch dazugehört und beim Kloppen um 10 Foozle-Ohren kooperiert. Meine Frau meine dazu, dass die Battlegrounds bei WoW deshalb so erfolgreich sind. Ich glaube, das klassische Design von MMOs steht ein wenig am Scheidepunkt. Die harten Methoden, Kooperation zu erzeugen (EVE: Schutz vor Mitspielern durch Gruppenbildung, Everquest: Stufenanstieg durch Mobgrinden ohne Gruppe kaum mehr möglich) wichen mittelharten Ansätzen (Elitegegner in der Außenwelt in WoW classic, Epische Buchreihe mit Elitegegnern in LOTRO) und weichen immer mehr auf in Richtung Solo-freundlichem Spielerinhalt. So gibt es kaum eine Quest in WotLK, die bislang eine Gruppe von mehr als 2-3 Spielern in der Außenwelt benötigt, in LOTRO sind neue Spielerinstanzen eingeführt worden, wo statt 6 Gefährten nur noch 2-3 benötigt werden usw.
Alles Ansätze, die aus einer "Zwangsehe" und "Zweckgemeinschaft" ein "Spielen mit echten Freunden oder Partnern" ermöglichen. Ich freue mich z.B. auch schon sehr auf Diablo III, wo meine Frau und ich wieder gemeinsam zu zweit, ohne Störung durch Dritte, durch die finsteren Bauten und Keller streifen können. Raids mit 40 Mitspielern in WoW waren sicher eines der Highlights des Spielerlebens und förderten große Gilden, doch ich glaube der Zenith ist vorbei, bis wieder eine andere Spielform erfolgreich wird, die wie bei Warhammer mit offenen Gebieten und quasi automatisch gebildeten Gruppen ein kooperatives Miteinander ermöglicht. So in etwa, wie es die Egoshooter-Szene seit Jahren kennt.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen