Montag, 24. August 2009

I wanted to get out... but they pulled me back in

Danke an die Gilde für den netten Abend. Deutlich entspannter als früher. Und als Tourist bekommt man ja immer einen kleinen Button oder das T-Shirt.




Auf ein weiteres Mal, wenn es die Zeit erlaubt.

Sonntag, 23. August 2009

Champions Online Open Beta - Erster Eindruck

Nachdem bei Fileplanet der Download auch für nicht-zahlende Kunden nun möglich ist, habe ich gestern abend den 2 GB Client heruntergeladen und heute installiert. Beta-Key und Kontensetup lief recht problemlos, keine Lags oder nicht ladende Seiten, alles bestens. Ist vermutlich auch nicht so großer Ansturm wie bei Aion oder World of Warcraft, wenn da wieder die Betaphase losgeht.

Die Installation ist relativ schnell, der erste Start dauert ein wenig, bis da die ganzen kumulierten Patches verarbeitet sind. Danach kann es aber zügig los gehen, mit einem der Highlights des Spiels - der Charaktererstellung.

Die Insel des Dr. Moreau - Charaktererstellen in tausend Kombinationen

Hier können unzählige Varianten von Helden wie Antihelden optisch erstellt werden. Sei es Bestien (wandelnde Haie, Wölfe, Katzen), dämonische Gestalten mit Skelettköpfen oder gar geflügelte Dämonen, bis hin zum reinen Captain America-Verschnitt, komplett mit Hermes-Stirnband und kybernetischen Wesen. Ich habe mal ein paar Screenshots unten eingefügt. Leider kommt das Interface in den Screenshots nicht mit durch.









Das Aussehen hat keinerlei Bewandnis im Spiel, außer vielleicht eine: Champions kennt Kollisionsabfragen der Spieler, wer also andere gerne herumschubst, sollte einen möglichst großen Charakter (Hulk) wählen.

Als Klassen wählt man eine von 18 Grundtypen, also zum Beispiel

Elementartypen

  • Feuer

  • Eis

  • Elektrizität


Nahkämpfer


  • Einhandklinge

  • Doppelklinge

  • Armklauen (Wolverine)

  • Macht (Hulk)

  • Martial Arts (Bruce Lee)

Fernkämpfer

  • Bogenschütze

  • Feuerwaffen


Übernatürliche Kräfte

  • Telekinese

  • Telepathie

  • Dunkelheit (Schattenschaden)

  • Zauberei

  • Weitere Übernatürliche (Vampir- oder Engelskräfte)


Für den Start habe ich mal einen Fernkämpfer-Archery Helden gewählt. Der hat im wesentlichen (bis Stufe 7 wo ich gespielt habe) zwei Angriffe, einen Energie-Auflader (Salve) und einen starken Angriff. Durch hohe Beweglichkeit weicht er Schüssen und Nahkampfangriffen leichter aus.

Das Spiel startet in stark instanzierten Gegenden, analog zu den Phasen aus WotLK. Hat man einen Bereich gestartet, geht es mit den altbekannten Ausrufezeichen und Fragezeichen zu neuen bzw. erledigten Aufgaben. Erfahrung und Ausrüstung (allgemein gesprochen) locken. Die Aufträge sind normale Kost, töte X oder sammle Y. Dabei sind die aber schön in die Spielatmosphäre eingebunden. In der Zeit des ersten Tests habe ich drei Gebiete besucht: Eine Stadt, die unter Alienbeschuss steht, eine Mutantenverseuchte Wüste und (nach Sieg über den Endgegner dort) eine gesicherte Wüstenregion mit neuen Bereichen.



Die Spielwelt verändert sich stark nachdem der Held die Aufgaben erledigt hat. So sollte es sein, wer Comics von Authority oder den anderen Heldensagen kennt, der weiß, dass Städte eben noch schön sein können und sich nach einem Überfall durch Außerirdische/Superschurken/Mutanten/Geister/interdimensionale Wesen deutlich verändern können.

Core oder Casual? Der Spielfluss

Bei einem MMO kommt es auf mehrere Sachen an: Gegner-KI, Fertigkeiten, Einbindung der Mitspieler. Das Spiel nimmt sich auch hier die besten Sachen aus der Konkurrenz vor: Öffentliche Quests (WAR), wo man kooperativ mit anderen Spielern zusammen Gegner plättet und Bereiche verteidigt, Gruppenquests und Instanzen. Ein wenig Hektik kommt in den Bereichen schon auf, die Gegner sind fast immer in Gruppen unterwegs, adden sehr leicht andere Gegnergruppen und respawnen sehr schnell. Teilweise wirkt der Schwierigkeitsgrad noch ein wenig herb, ohne mich anzustrengen bin ich so schnell durch die Levelbereiche befördert worden, dass ich es fast immer mit Gegnern zu tun hatte, die 2 Stufen über mir sind. Ähnlich wie bei LOTRO und z.T. auch WoW kommen gleichstufige Gegner in mehreren Schwierigkeitsstufen daher: Leicht (Henchman), Ausgewogen (Villain), Schwer (Master-Villain) und Superschwer (Super-Villain).



Am Ende des Ganges wartet der Master Villain...


Die Henchman schafft man noch drei gleichzeitig, selbst 1-2 Stufen über einem. Villain sollte man immer 1:1 angehen. Die einzigen beiden Master Villain, die ich hatte, waren die Instanzen-Endgegner der ersten beiden Bereiche. Dort war mein Schema wie folgt: Reinrennen, Gegner angreifen, Gegner schwächen, Niederlage, Respawn, reinrennen, geschwächten Gegner weiter angehen, sterben usw. Die Quest sieht im Text nicht vor, dass man diese Endgegner mit einer Gruppe angeht, da der HP-Stand des Bossgegners aber gleich bleibt, muss man nicht mit einer Gruppe rein, sondern ringt ihn Stück für Stück nieder. Der Tod gibt keinen Nachteil, man respawnt ein paar Meter hinter dem letzten Stück am freigeschalteten Respawnpunkt. Einfacher als bei WoW und LOTRO.

Das Spiel bietet technisch alles, was man für Core Gamer braucht wie HP-reiche Superschurken für Gruppen, die eigene Nemesis, welche hochlevelt und Skilltüfteleien. Aber auch der Casual Spieler kommt weiter, wenn er bei harten Opponenten einfach so lange vom Respawn-Punkt startet, bis auch der letzte Gegner liegt. Allerdings sollte man ein wenig flinke Finger mitbringen, das Blocksystem ist noch nicht ganz ohne, was Reaktionsanforderungen betrifft.

Arm-Brust oder Keule? Das Kampfsystem

Das Kampfsystem spielt sich in meinen Augen etwas dynamischer als LOTRO und ist ähnlich wie bei WoW, Standardangriffe laden eine Powerleiste auf, Spezialangriffe machen mehr Schaden und senken den Energiestand wieder. Gegner lassen wie in alten Egoshootern leuchtende Bälle fallen (grün = +HP, Gelb = +Energie, Rot = +Angriffskraft). Das Gegner auswählen ist zur Zeit noch wenig intuitiv, wer gewohnt ist, dass Tab den am nächsten gelegenen Gegner anvisiert, wird noch nicht glücklich, Tab scheint von links nach rechts durchzuschalten. Ansonsten spielt sich Champions im Kampf eher wie ein schnelles Actionspiel, durch Bewegung kann man Nahkampfangriffen ausweichen, die Gegner haben zum Zeil deutlich größere Reichweite mit ihren Fernkampfangriffen und man muss sich entscheiden, ob man eher dauernd austeilt oder auch mal blockt (Shift-Taste). Gerade bei Villains und Master Villains ist das Blocken überlebenswichtig, da sonst schnell bei einem aufgeladenen Angriff die halbe Gesundheitsleiste leidet. Ich finde die Kampfgeschwindigkeit einen Tick zu schnell, es kommt einem so vor wie dauerhaft bei PvP oder Raids zu spielen, selbst wenn man ganz normale Gegner angeht ist viel Konzentration und Umsicht erforderlich, weil man sonst sehr schnell durch Respawn oder herbeigelockte Gegner in Gegnermassen erstickt und unfreiwillig schnell am Startpunkt steht. Über höhere Kampftaktiken und Kombos kann ich noch keine Aussage treffen, einige Klassenbeschreibungen lesen sich so, dass es Unterstützer, reine DD, Tanks und dergleichen gibt. Das Spiel lässt sich aber sehr gut solo spielen zur Zeit, bis auf reine Gruppenquests.

Spieler mit Macht-Klasse können sogar die Umgebung einsetzen und wie der Hulk Autos, Straßenlaternen und andere Landschaftsobjekte zum Kampf einsetzen (Smash!).

Ding! Was nun? Die Fähigkeiten

Bei so vielen Superheldentypen ist die Breite an Fähigkeiten erst mal überwältigend, aber innerhalb des gewählten Typus überschaubar, man startet mit sehr wenigen Fertigkeiten und baut diese aus bzw. lernt alle paar Stufen mal eine neue hinzu. Der Ausbau erfolgt (wie sinnig) im Powerhouse, hier ist die bunte Schar der Spieler zur Zeit am Austesten der verschiedenen Fähigkeiten anzutreffen.



Der Charakteraufstieg ist dabei in folgende Blöcke unterteilt:


  • Charakter-Werte (Stats)

  • Grundfertigkeiten

  • Reise-/Transportfertigkeiten

  • Handwerk (Waffen, Mystik, Wissenschaft)


Durch das Hochleveln im Erfahrungspunktesystem, das vorwiegend Questgetrieben ist kann man alle paar Stufen einen Punkt in einem der drei Bereiche investieren (nicht frei wählbar, das Spiel gibt vor in welchem Bereich man ausbauen kann).

Am interessantesten ist nach der Anfangsstadt natürlich die spezifische Reisemethode. Hier stehen sehr viele verschiedene, altbekannte Verfahren zur Auswahl - für eine muss man sich entscheiden. Soll es der klassische Supermannflug sein? Iron Man-ähnliche Raketenstiefel oder ein Surfbrett auf/aus Eis, wie bei The Incredibles? Mein Charakter hat sich für Teleportation entschieden, wo man blitzschnell durch die Landschaft schwebt, fast wie ein Geist in WoW und dann an anderer Stelle erscheint.



Auch Spiderman-/Batman-Kabelschwinger oder superschnelle Läufer wurden gesichtet. Es ist wirklich dem Spieler selber überlassen, was er am liebsten hat, keine Restriktionen binden die Reisemethode an den Charakter. Sehr auf Roleplay bedachte Charaktere nehmen natürlich eine nahe liegende Transportart, also die fliegende Flamme für feuer wirkende Helden.

Technik

Das Spiel ist für meine Augen ein wenig anstrengend. Die Grafik ist sicher passend zum Heldenthema, Detailreichtum und Texturen sind ganz ok (aber nicht herausragend), Animationen in der Qualität zwischen WoW und LOTRO. Das Spiel lief bislang recht stabil, die Reaktionsgeschwindigkeit (für die Blockeinsätze sehr wichtig!) ist ok, aber nicht überragend schnell. WoW bleibt hier in Punkto Stabilität und Spielfluss weiterhin ungeschlagen für mich.

Erstes Fazit

Was bisher gesehen habe, gefällt mir. Die Open Beta ist noch Absturzgefährdet, nachdem ich in deutscher Sprache schnell den ersten Absturz hatte, schaltete das Spiel auf englisch um. Der Kampf ist mir manchmal zu hektisch, dagegen ist WoW gemächlich und LOTRO (meistens) ein Sonntagsspaziergang. Die Gegner greifen mir zu viel an, aus zu großer Reichweite, so dass man sich schwer einzelne Gegner oder isolierte Gruppen herauspicken kann. Die Community bildet sich noch, da lässt sich keine Aussage treffen, aber die Lol's und ROFL's im Chat bleiben bislang aus, auch die Charakternamen und deren Aussehen sind zur Zeit eher mit viel Liebe gemacht.

Wer ein Faible für Superhelden und einen ganz guten PC hat, sollte mal Probe spielen, es ist keine totale Abkehr von den vertrauten Spielweisen, aber eine frische Umgebung.

Freitag, 21. August 2009

WOW & LOTRO Tagebuch 18.08.2009

World of Warcraft

Nach knapp einem dreiviertel Jahr haben meine Frau und ich Nordend praktisch durchgequestet. Zeit für einen Rückblick. Zuerst, die Vorfreude auf Nordend war nicht so groß wir bei Burning Crusade. Zu sehr ist jetzt bekannt, was an Spielmechanik auf einen zukommt. Neue zehn Stufen, eine kleine Handvoll neuer Skills und viele Balancing-Änderungen. Die Welt Nordend ist uns letztlich aber lieber als die von Burning Crusade, einfach weil das Fantasy-Thema von Warcraft besser rüberkommt. Mir ist zwar bewusst, dass Orks in der WoW Geschichte letztendlich Aliens sind, also eine extraterrestrische Spezies, aber dennoch spielt sich das Spiel schon immer so, als ob die Wesen, Dämonen und Titanen nicht durch Teleportationsportale stammen, sondern schon immer auf dem Planeten heimisch gewesen wären. Das Problem einer Fantasy-Welt, die Planeten- und Universums-Realismus anerkennt.

Eine der besten Entscheidungen, die wir treffen konnten, war das langsame leveln. Ohne Stress mit Mitspielern um Questmobs, Ressourcen und dergleichen war das Questen eine Freude. Der Preis dafür war recht hoch, vollkommener Anschlussverlust mit den anderen Gildenmitgliedern, viele von denen haben mittlerweile eine Handvoll 80er Charaktere die Naxxramas und besser ausgerüstet sind. Wir haben gerade einmal zwei 80er und einige 70er, die in den nächsten Monaten auf das Stufenlimit gehievt werden. Auch die Verringerung des Zeiteinsatzes zum Spiel war eine gute Entscheidung, auch wenn WoW dadurch ein wenig zum Luxushobby wurde. Immerhin bedingt mein Beruf auch, dass ich nicht mehr 4 Stunden abends am Stück spielen kann. Eine oder mal zwei müssen da genügen und die Zeiten, wo ich morgens vollkommen übernächtigt in die Firma wanke, weil abends vorher ein Raid stattfand, sind endgültig passé. So wie wir WoW in den letzten 10 Monaten gespielt haben, war es zudem ein hervorragender Zeitvertreib. Dutzende Quests im Questlog, kein Stress in Instanzen, lohnende Questbelohnungen und Craftingausrüstung. Ich will gar kein hochrangiges Ulduar- oder Eiskrone-Set, weil man dann sämtliche grünen und blauen Questbelohnungen der nächsten Erweiterung einfach vergessen kann. Lieber ein wenig das Crafting und die Rufbelohnungen abholen, die sind für unsere Spielzwecke vollkommen ausreichend.



Was hat uns an Wrath of the Lich King besonders gut gefallen? Zuerst einmal - die Quests. Die sind meiner Meinung nach mit Abstand das beste was ich in MMOs seit Start gespielt habe. Die Nutzung der Spielmechaniken (Fahrzeuge), das Phasing der Welt um eine an sich persistente in eine wandelnde Spielwelt zu ändern, ist klasse. Sogar eine Zwischensequenz hat Blizzard eingebaut. Auch das Crafting ist gefühlt besser geworden, auch wenn ich das ein wenig zu Ressourcen intensiv finde. Dennoch - die Ausrüstungsgegenstände, die Schmiede, Schneider, Lederer und dergleichen herstellen können, sind gut und sinnvoll. Aber was die Tiefe des Craftingsystems angeht, hat sich leider in den einzelnen Berufen immer noch nichts getan, ganz im Gegenteil, die Verflachung und Vereinfachung schlägt überall durch. Gab es früher noch Schmiedespezialisierungen wie den Waffen- und Rüstungsschmied und dann innerhalb der Waffenschmiedekunst noch einmal eine Verfeinerung in Schwert, Hammer und Axt, so ist das alles Vergangenheit, genauso wie die Trennung in Elementar-, Drachen- und Stammeslederer.

Die Story ist für Wrath of the Lich King natürlich um Arthas Menethil, den Königssohn und heutigen Lichkönig herum geschrieben. Eine sehr gute Einbindung tragischer, klassischer Figuren wie Morgraine, Tirion Fordring und vieler anderer Charaktere macht auch Laune und sorgt für immer wieder schöne ingame-Sequenzen am Ende langer Questreihen. Leider wird die am Anfang intensive, persönliche Ansprache des Helden durch Arthas nicht genutzt, es wird die Chance auf einen Seitenwechsel oder einen Konflikt vertan, jeder erlebt das gleiche Spiel. Das ist in meinen Augen eine weggeworfene Gelegenheit, hier hätte World of Warcraft einen neuen Akzent setzen können und den Spieler in eine alternative Geschichtslinie einbinden können.

Eine Sache finde ich noch interessant, was mir ganz besonders bei dem Gebiet Eiskrone aufgefallen ist. Der enorme Zuwachs an Tagesquests und die Möglichkeiten, Haufen von Gold durch diese anzuhäufen. Ich bin erstaunt, dass es dermaßen viele abwechslungsreiche Tagesquests gibt. Dieser Spielinhalt ist für mich grundsätzlich ganz angenehm, gibt es doch diverse Vorteile: Nach zwei, drei Wiederholungen hat man den Dreh raus, was wo zu machen ist, die Goldeinnahme ist gut, der Rufaufbau mit den Belohnungen auf Ehrfürchtig ist fast immer nett (zumindest, solange man nicht durch Naxxramas oder Ulduar geschleift und dort episch ausgestattet wird). Doch ich denke, die schiere Masse an Tagesquests weckt auch den Wunsch bei vielen, alle zu erledigen, am besten noch mit allen Charakteren, die verfügbar sind. So befindet sich der Spieler schnell in einer Tagesquest- und Raidmühle und bleibt wie ein Hamster im Rad beschäftigt, denn es geht immer weiter, weiter, weiter... Da muss man ein wenig Selbstkontrolle beweisen, um nicht hektisch alle 25 Tagesquestplätze zu füllen.

Über den Instanzen- und Raidinhalt lasse ich mich nicht aus, da ich den nicht erlebt habe. Auch wenn für die meisten Gildenspieler das zum einzigen Spielzweck geworden ist, mache ich das aus diversen Gründen nicht mehr mit. Naxxramas hätte mich aus Storygründen noch mal interessiert, aber so scharf bin ich da auch nicht mehr drauf.

Herr der Ringe Online

Ein Wunder an Umfang und Spieltiefe sind die Minen von Moria. Wir spielen dort seit vielen Monaten, fast überwiegend mit unseren "Großen" und sind noch nicht aus Moria heraus. Um eine kleine Pause zu machen von den Zwergentiefen haben wir mal ein wenig alte Quests und Bereiche abgeklappert und Gruppenquests sowie kleine Instanzen gespielt, die wir zu zweit erledigen können. Angmar-Gruppenquests sind weiterhin recht knackig geraten, weil die Steigerung an Kampfkraft und Stärke des Charakters bei LOTRO nicht so stark gerät wie bei WoW. Immerhin haben wir fast alle Gruppenquests jetzt durch und sind auch ein wenig weiter bei der epischen Geschichte.

Die Handwerkskunst erlaubt seit der letzten Erweiterung jetzt auch, die legendären Waffen des zweiten Zeitalters zu schmieden, was sofort einen sprunghaften Anstieg an Kosten für die ganzen Zutaten zur Folge hatte. So viel besser finde ich die Waffen aber auch nicht, zudem kommt das "Problem", dass Waffen jenseits von Stufe 20 enorm lange brauchen zum steigern. Dafür gibt es jetzt viele Möglichkeiten, durch Tagesquests (sic!) die Waffen schneller zu leveln. Wie alles neue wird auch dieser Inhalt in LOTRO schnell überrannt, die Gruppen balgen sich hektisch um die seltenen Questgegner, die man für diese Tagesquest erledigen muss. In ein, zwei Monaten legt sich das auch wieder.

Wir freuen uns, bald Khazad-Dum hinter uns zu lassen und gen Lothlorien zu ziehen, ins Land der (Ruf-) Elben. Ein wenig Abwechslung tut ganz gut nach den enorm stimmungsvollen Minen.




Als Erweiterung soll ja angeblich das Reitergebiet von Rohan kommen, dann würden sicher auch Minas Trith (angeblich PvMP), Isengart (bestimmt eine Raidinstanz) und eventuell Fangorn bald folgen. Hoffentlich lassen sie sich was mit den Pferden einfallen, eine Art "Levelsystem" für Reittiere wäre klasse, eventuell verbunden mit sowas wie einem Ausrüstsystem, z.B. Sattel, Panzerung oder Zaumzeug, welches die Werte des Reittieres verändert?

Die "Kleinen" Charaktere, der Hobbitbarde und die Hobbitwächterin, sind mittlerweile schon recht weit in Forochel und freuen sich, bald nach einem kurzen Intermezzo in Angmar (*schauder*) gen Moria zu ziehen.

Mittwoch, 5. August 2009

Lifetime Abo bei Champions Online = Lifetime Abo bei Star Trek Online?

Ich wäre dabei. Bei LOTRO hat sich das schon mehr als rentiert. Bei WoW ist in Summe schon so viel Geld geflossen, da wäre das 200 Euro Lifetime Abo auch doppelt bezahlt gewesen.

Da ich nicht Champions Online spielen werde (ich mag Superhelden, aber die Idee von Superhelden + MMOs ist irgendwie nicht soo super), geht das Abo an mir vorbei, aber vielleicht ist das ja was für den einen oder anderen Leser hier. Wer einen langen Atem hat und das Genre echt mag, bekommt ab Jahr 2 schon einen guten Return on Investment fürs Geld.

Mal schauen, was für eine Option Star Trek Online bieten wird, ich könnte mir vorstellen, hier wieder ein Lifetime-Abo wie bei WoW abzuschließen. Man spielt wirklich deutlich entspannter, da der Druck sinkt, immer spielen zu müssen, um was für seine Monatsgebühren zu haben.

Spiele abseits von MMO's

In den letzten Wochen habe ich mal die Morgenstunden vor der Arbeit genutzt, um ein wenig XBOX und co zu spielen. Da bei LOTRO morgens der Server-Shutdown genau in meinem Zeitfenster liegt, war eher die Konsole dran, WoW ist dann eher was mit meiner Frau zusammen zu zweit. Immerhin, so konnte ich schon mal Prince of Persia durchspielen, eines der Spiele die mir seit Jahren am besten gefallen haben. Ein sehr schönes, stressfreies Spiel mit toller Grafik, gutem Sound und sehr lustigen Charakteren. Auch der Anspruch war genau richtig für eine halbe- bis dreiviertelstunde morgens. Die Sachen, die bei Kritikern bemängelt wurde (Level-recycling, Boss-recycling usw.) haben mich nicht gestört. Wer allerdings "Vollpro" (nicht: Vollpfosten) ist und unter 4 Stunden am Stück gar nicht erst anfängt zu spielen, der sollte sich das nicht holen, der wird vermutlich enttäuscht. Für ein bis zwei Stunden am Stück und den Familiendaddy oder die die -mommy ist das genau richtig. Sehr empfehlenswert, der im Epilog angedeutete Teil 2 ist geistig schon gekauft.

Derzeit bin ich bei zwei weiteren, Zeit fressenden Spielen dabei. Erstens Fallout 3, was ich von meiner Frau zu Weihnachten geschenkt bekam. Kurz und schmerzlos: Klasse, gefällt mir sehr gut. Da ich auch Oblivion (und Elder Scrolls vorher) sowie Fallout 1 + 2 sehr gerne gemocht habe, wundert das auch den geneigten Leser sicher nicht. Grafik klasse, Sound gut, Schwierigkeit genau richtig, Quests klasse, keine blöden Speicherpunkte, also alles bestens. Perfektes RPG-Material für ca. 40 - 60 Stunden. Sehr empfehlenswert.

Weiterhin ist am Wochenende noch Anno 1404 angesagt, das ein gemeines Zeitbeschleunigungsprogramm ist. Ich habe die "alle 30 Min Sicherheits-Speicherung" Option angelassen und bekomme auch ab Stunde Zwei am Stück drollige Kommentare: "Schon zwei Stunden gespielt, vielleicht mal eine Pause machen?" "Vier Stunden schon, schade, dass es dafür keine Belohnung gibt...". Sollte es vielleicht auch bei anderen Spielen geben, gar keine schlechte Idee. Die Grafik von Anno 1404 ist traumhaft, das Spiel in friedlicher Manier spielbar (Endlosspiel mit friedlichen Gegnern, also nur bauen, bauen, bauen...) und es macht einen Riesenspaß. Wer Rome, Medieval oder Empires mochte, aber dem das zu viel Taktik-Schlachten waren, sollte vielleicht mal einen Blick hier reinwerfen.

Zu guter Letzt: Ich habe mir GTA IV gekauft, was ich vor langer Zeit mal hier im Blog angesprochen habe. Die erste halbe Stunde habe ich mal gespielt, es sieht bislang sehr gut aus. Bis auf die Auto-Steuerung, die ist eine Katastrophe. Als ob die Wagen einen einzigen Federungspunkt genau in der Mitte der Karosserie hätten, so eiert die Kiste durch die Gegend. Und das noch mit den Mikro-Joysticks des Gamepads. Kein Wunder, dass ich nach 20 Metern bereits den ersten Passanten auf der Haube hatte. Ungewollt - wirklich! Wenn Fallout 3 durch ist, kommt aber erst Tomb Raider Underworld dran, bevor ich mich an GTA IV wage. Dann gibts Neues.

Wie ihr merkt, sind MMO's ein wenig mehr hinten an gestellt. Aber wir spielen regelmäßig weiter bei WoW und LOTRO, jedoch nicht mehr die 4-5 Stunden am Stück wie früher. Außerdem ist es Sommer, da gibt es noch mehr zu tun, als nur Computer- und Konsolenspiele zu spielen.