Samstag, 31. Mai 2008

Feed my pet!

Im Zeitalter von Web 2.0 Interaktivität muss man dem nicht zahlenden Publikum und seiner treuen Stammleserschaft ja etwas bieten. EA bietet bald das kostenlose Battlefield Heroes, ich biete ... Bjarnemon und Bitey! Einfach einen der beiden oder beide anklicken und guten Gewissens für ihr Wachstum sorgen. Am 21. Juni schlüpfen der Dinomon und der Pokemon.


Fütter mich!

Fütter mich!


Einfach mal anklicken (ich werde das Pet oben rechts in die Seitenleiste einbinden und wir schaun mal, was dabei herauskommt?

P.S.: Ja, kindisch. Aber auch irgendwie süß. Mal sehen, was meine Frau dazu sagt...

Sonntag, 25. Mai 2008

Neue Spiele auf der Beobachtungsliste

Nach einer Woche Urlaub ohne PC Zugang lag am Samstag die neue GameStar im Briefkasten. Da gibt es einige interessante Spiele im Preview, die ich noch nicht auf dem Radarschirm hatte. Am rechten Rand des Blogs sind ja meine "Spiele unter Beobachtung" aufgeführt, d.h. die Spiele die ich mir aller Wahrscheinlichkeit nach kaufen werde, wenn sie heraus kommen. Far Cry 2 ist ein fast sicherer Kauf, mit allergrößter Wahrscheinlichkeit hole ich mir das für die XBOX 360, weil mein PC den Anforderungen wohl sicher nicht mehr gerecht wird. Ist wirklich interessant, jahrelang habe ich immer an der Speerspitze der Technik aufgerüstet, mittlerweile reicht es für mich, wenn der PC die MMOs die ich spiele darstellt und ich alle grafisch anspruchsvollen Spiele auf der 400 EUR XBOX 360 spielen kann, die günstiger ist als eine neue Highend-Grafikkarte.

Unter den neuen Spielen, die im Rahmen einer Preview vorgestellt wurden, sind:

  • Battleforge: Ein RTS (Real Time Strategy) Spiel, das mit Sammelkarten funktionieren soll
  • Prince of Persia 4 Prodigy im komplett neuen Look (Cell Shading Comic Grafik)
  • Rise of the Argonauts: Ein Action-Rollenspiel im legendär antiken Griechenland
  • Venetica: Ein Rollenspiel von Deck 13, den Ankh und Jack Keane Adventure-Machern in einem unverbrauchten Szenario (ein mystisch-fantastisches Venedig)





Da sind einige sehr interessante Titel dabei, viele davon sollen Ende 2008 herauskommen, was mal wieder blöd ist, wenn sich das mit LOTRO: Moria und WotLK überschneidet. Wo ist das Spiel für die Sommerpause? Na, auf meiner XBOX in Form von "Assassins Creed", das ich nicht spielen wollte, bevor ich nicht Mass Effect durch hatte. Noch vorher die letzte Gilden-Questreihe in Oblivion vollenden (die Dunkle Bruderschaft, Assassinen) als Einstimmung auf das Meuchelmörder-Thema.

Freitag, 16. Mai 2008

Mass Effect

In den letzten Tagen habe ich abends mal Mass Effect durchgespielt. Das Spiel habe ich seit ein paar Monaten und habe immer wieder mal 1-3 Stunden am Stück gespielt. Ich wollte jetzt mal meine Meinung zu dem Spiel sagen, da es ja in ein paar Wochen für PC erscheint und sich einige vielleicht überlegen, es zu kaufen. Zuerst: Kauft es, es ist ein fantastisches RPG. Weiterhin, es ist einer der wenigen Vertreter realistischer Sci-Fi (bis auf ein paar Logiklücken hier und da, mehr dazu später).

Insgesamt habe ich etwa 40 Stunden gespielt, der Wiederspielwert ist - nach einiger Zeit Pause - ganz ok, aber nicht dramatisch. Ich denke, dass ich alle für meinen "guten" Charakter zugänglichen Missionen gespielt habe, beim nächsten Durchlauf mache ich mal einen "bösen", also abtrünnigen Charakter.

Das Spiel hat im wesentlichen 3 Spielphasen: Gespräche / Quests auf Planetenoberflächen oder in Raumschiffen, Galaxiekarte und Planetenerkundung per Mako, dem "Flummipanzer". Die Masse der Zeit bringt man in Gesprächen zu, danach kommt die Planetenerkundung per Mako. Am wenigsten Zeit benötigt man für Kämpfe und Galaxiekarte. Nicht unerheblich gefühlte Zeit benötigt auch das Ausrüsten der Charaktere und verwalten der Gegenstände. Es gibt leider ein unangenehmes Limit von 150 Gegenständen im Spiel, was es immer wieder erforderlich macht, Gegenstände in "Universalgel" umzuwandeln, welches man zum Hacken oder Fahrzeugreparieren braucht, bzw. die Gegenstände beim Händler zu verkaufen (deutlich zu empfehlen, da es einige sehr gute Gegenstände nur beim Verkäufer gibt).

Wie spielt sich Mass Effect? In meinen Augen ist es neben den Schwesterspielen Knights of the Old Republic I + II eines der wenigen SF-Spiele, wo man fliegen, Planeten erkunden und Außenmissionen erledigen kann. Ich habe Star Wars Galaxies nie gespielt, aber wenn es ein SF-MMO geben würde, sollte das schon die Elemente von Mass Effect haben, zudem noch Raumkampf mit Raumschiffen, den es bei Mass Effect leider nicht gibt (der aber in meinen Augen technisch genauso gut umzusetzen wäre wie der Kampf auf Planetenoberflächen zu Fuß oder im Mako).

1. Galaxiekarte
Ausgehend von der gewaltigen Station Citadel erkundet man die Galaxie von Mass Effect. Es gibt am Anfang des Spiels dort eine Menge Missionen, an deren Ende man ein eigenes Raumschiff bekommt. Ausgestattet mit einer Handvoll Aufträgen, die teilweise per Funk reinkommen, teilweise vor Ort aufgeschnappt werden, hat man eine große Raumkarte vor sich, in der die Systeme der Galaxie als anfliegbare blaue Kreise gezeigt werden. Klickt man auf eines von denen, kommt die Zoomstufe des Systems, welches die Sonnensysteme zeigt, welche man anfliegen kann. Hier kommt die letzte Zoomstufe in das Sonnensystem, welches Planeten, Asteroidengürtel und Monde anzeigt. Jedes der stellaren Objekte kann man mit dem Cursor anklicken. Einige von denen kann man erkunden und findet so manchmal Metalle oder Gase, was einer Explorationsaufgabe zugute kommt, nur auf den wenigsten kann man landen, meist nur 1 Objekt pro Sonnensystem.



2. Planetenerkundung
Nach der spektakulären Landung auf einem Planeten sitzt man im "Flummipanzer" Mako. Eines vorweg - das Gefährt wird aus einem fliegenden Raumschiff abgeworfen (Starship Troopers, anyone?), aber wie kommt es wieder an Bord, da ja Raumschiffe nicht landen dürfen laut Story. Dieses durch Stürze und Karambolagen unzerstörbare Gefährt besitzt vier Schubdüsen und eine sehr weiche Federung, kleinere Huckel auf einem Planeten bringen es in der Fahrt zu flummiartigem Hüpfen, das man durch kurzes aktivieren der Schubdüsen noch verstärken kann. Selbst wenn der Mako durch einen Sturz von einem Berg auf dem Rücken landet (ist mir einmal passiert) kann man ihn mit Geschick wieder aufrichten. Der Panzer verfügt über extreme Klettermöglichkeiten, die Physikgrenzen sprengen. Felswände mit ca. 70° Steigung kann er noch erklimmen, was manchmal sehr hilfreich ist, da einige Planeten eine sehr rauhe und zerklüftete Oberfläche haben. Auf dem Radar sieht man Objekte, die von Interesse sind, sei es abgestürzte Sonden, Mineralienvorkommen (Thorium!) oder Gebäude. Auf der Hauptkarte sind die aus dem Orbit gescannten Vorkommen verzeichnet, aber es gibt auch noch einige, die man erst auf der Radarkarte erkennt. Entdeckerfeeling pur. Die Vorkommen werden mit einem simplen Reaktion-Minispielchen ausgebeutet und geben Erfahrung sowie Geld. Das Highlight bei Planeten sind manchmal auftauchende Dreschschlunde (so eine Art Monsterwurm mit Säurespucke-Angriffen, nicht ohne) und gegnerische Basen, die mit Geschütztürmen, Kampfläufern und Raketensoldaten gut bestückt sind. Hier gibt es zwei Taktiken, aus der Entfernung hinter einer Deckung mit Zoom und Bordgeschütz einen nach dem anderen erledigen oder durch wildes Herumfahren aus der Nähe die Gegner erledigen. Ich habe meist die erste Taktik genutzt. Hat man alle Wachen beseitigt, kann man das Basisgebäude betreten.



3. Gebäude und Raumschiffe
Die Außenmissionen in der Squad (Shepard + 2 Helfershelfer) laufen in taktischen Gefechten nicht unähnlich zu Ghost Recon und vergleichbaren Spielen ab. Man kann seine Squadmitglieder grob positionieren was häufig zu Wegfindungsproblemen in engen Tunnels oder bei labyrinthartigen Gebäuden führt ("Nicht ohne Lufttransport") oder lässt die beiden einfach hinter einem herlaufen. Je nach eigener Klasse von Shepard kann man ein paar Waffen gut beherrschen oder ist guter Techniker oder guter "Biotiker" also nutzt eine Art Psifähigkeit. Ich hatte einen Infiltrator, der mit Scharfschützengewehr und Pistole umzugehen weiß, daher war es meist lästig, wenn die Squadmitglieder vor meiner Nase herumlaufen und ich habe sie weit entfernt in einer Ecke "sichern" lassen (sprich: abgestellt) um die Gegner alleine aus der Entfernung zu erledigen. Die Gebäude der Nebenmissionen sehen sehr generisch aus und sind häufig mit identischem Layout versehen: Eingangsraum (immer leer, keine Gegner), erster großer Raum mit vielen Kisten, T-Verbindungsgang und 2 angrenzende Räume. Es gibt dann noch 2 oder 3 Variationen davon aber die unterscheiden sich meist nur in der Grafik etwas. Die Hauptmissionen glänzen mit ausgefeilten Gebäuden, exzellenter Grafik für eine SF-Umgebung und schöner, manchmal verwinkelter Architektur.



Die Kämpfe in den Gebäuden oder zu Fuß sind meist schneller vorbei als mir lieb war. Die Squadmitglieder sind stärker als bei Ghost Recon und ballern die Gegner meist schneller weg als ich mit dem Joystick langsam das Fadenkreuz hinbewege, vor allem gegen Ende des Spiels reicht es, die schwer gepanzerten und bewaffneten Kämpfer nach vorne zu schicken und zuzusehen, wie die alles alleine wegräumen. Wer selber Action haben will, nimmt "schwache" Teammitglieder mit und wählt die Soldatenklasse für mehr Wumms mit dicker Schrotflinte und Sturmgewehr.



Dialoge
In Mass Effect spricht man viel. Sehr viel. Ein Großteil davon ist vertont. Einige Stunden Dialog sind im Spiel enthalten, je nach Ausrichtung des Charakters (Abtrünnig oder Loyal) ändert sich der Verlauf von Gesprächen und Handlung (Kampf oder Diplomatie?). Die Dialoge laufen mit einem kleinen Kreissegment ab, aus dem man Gesprächsrichtungen oder Fragen auswählt. Genausogut hätte man die Fragen bzw. Antworten untereinander platzieren können, einen praktischen Nutzen hat die Anordnung aber. Gesprächsoptionen links führen zu tieferen Gesprächen, man erfährt mehr über Handlung und Hintergrund, Gesprächsoptionen rechts beenden das Gespräch schneller. Fragen und Antworten auf der rechten oberen Seite sind generell kooperativ, loyal und "gut", die auf der unteren Seite führen zur dunklen Seite der Macht - ähh zu abtrünniger Einstellung.



Story & Gameplay
Ich möchte nicht allzuviel von der Story verraten, sie ist gut, bietet (leider) keinen wesentlichen Twist in Richtung Verrat oder Betrug und ist recht linear. Aber es gibt genügend Aha-Momente oder coole Ideen. Der Spectre (Galaxis-Spezialeinheit) Saren, ein Turianer, scheint abtrünnig zu werden nachdem er auf eine alte Technologie gestoßen ist. Gemeinsam mit Maschinenwesen (den leider viel zu stark humanoiden Geth, bis auf die Springspinne) fliegt er auf seinem Flaggschiff, der Souvereign durch die Galaxis auf der Suche nach archaischer Technologie. Der menschliche Commander Shepard fühlt sich von ihm verraten und verfolgt ihn, während er dazu mehrere Aufträge annimmt, um Sarens Spur zu finden. Auf der Reise durch die Galaxis lernt Shepard mehrere Alienspezies kennen und nimmt einige davon in sein Team auf. Diese Charaktere kann man wie von KOTOR oder Jade Empire her bekannt im Basislager ansprechen, erfährt kleine Hintergrundgeschichten oder ganz spezielle Aufgaben, die mit dem Charakter zusammenhängen.

Drei Hauptmissionen führen dann zum Hauptstrang der Geschichte, bei der Commander Shepard das Schicksal der Galaxie in seinen Händen hält.

Alles in allem ist Mass Effect ein sehr gelungenes Beispiel von erzählerischer Finesse, spielerischer Freiheit, da man wie bei guten Rollenspielen üblich seine Missionen frei angehen kann. Ich habe nur einen einzigen leichten Bug gesehen im Spiel, ansonsten war alles sehr gut designt (bis auf die angesprochenen leichten Wegfindungsprobleme). Die Kämpfe hätte ich lieber etwas taktischer gehabt, so wird XBOX-typisch viel Zeit mit dem Zielen mittels Joystick verplempert, allerdings gibt es die Möglichkeit mittels einer Taste den Kampf zu pausieren und den Squadmitgliedern neue Waffen zuzuweisen oder den Einsatz von Spezialfähigkeiten zu befehlen, was die meist aber vollautomatisch machen.

Mass Effect bietet einen guten Schluss, kinoreife Inszenierung an einigen Stellen, lediglich die Planetenerkundungen mit dem Mako und die Außenmissionen der Nebenaufträge fallen auf den generischen Welten etwas unten durch, die Hauptstory ist hingegen mit deutlich mehr Liebe versehen. Das Spiel ist als Trilogie angedacht und ich freue mich sehr auf Teil II und Teil III.

Kaufempfehlung für alle, die KOTOR mochten oder einer Art Ghost Recon / Taktikshooter mit Dialogtiefe und Ausrüstungsfummelei Spass haben.

Donnerstag, 15. Mai 2008

LOTRO Tagebuch 15.05.2008

Ich wollte ja noch Bildmaterial zur Privatinsel meiner Frau in Mittelerde nachreichen. Wie versprochen, hier ist es, ich finde die Zwergenunterkünfte sehr atmosphärisch und gelungen.




Weiterhin habe ich heute noch die Quest mit der Reitfertigkeit beendet. Sehr hübsch gemacht, statt einfach nur einen Reitskill zu verkaufen, fordert der Pferdezüchter von einem, dass man sich mit dem Tier vertraut machen soll. Daher muss man drei Orte anreiten, dort ein Pferd vorbeibringen (zurück gehts per pedes) und zuletzt noch ein Reitprüfung bestehen. Bei dieser reitet man auf Zeit einen Parcours ab, der doch recht knapp bemessen ist. Beim ersten Durchgang habe ich nicht mal die Tore gesehen und ritt planlos in der Gegend herum. Beim zweiten Versuch habe ich dann den Weg gefunden, bin leider aber in eine kleine Falle getappt... Da verrate ich nichts um den anderen den Spass nicht zu verderben. Beim letzten Durchgang hat es dann endlich geklappt und ich bin gerade so in der Zeit durchs letzte Tor galoppiert. Tja, da konnte der Meister auch nichts mehr sagen und verlieh mir die Kunst der Reiterei. Aus den vier verfügbaren Pferden darf man sich dann eines kaufen (4g 220s, ein kleines Vermögen). Meine Wahl fiel auf den Braunen.

Darf ich vorstellen, Fortuna, wie immer in der Nacht aufgenommen.

Mittwoch, 14. Mai 2008

WOW & LOTRO Tagebuch 14.05.2008

World of Warcraft

Ach wie schön ist mal eine Woche Urlaub. Da kann ich abends an Raids teilnehmen, die in den letzten paar Durchgängen extrem viel Spass gemacht haben. Mount Hyjal, den wir ohne Öffnung der lästigen Zugangsquest wohl erst viel, viel später gesehen hätten und erst recht den Schwarzen Tempel. Wenn man erst mal reinkommt und der Raid auch durch viele Markengegenstände auf super Niveau kommt, schneidet man sich durch die Gegner wie Butter. Unsere Raidleiter machen sich viel Mühe, die Gegner zu erklären, die Spieler gehen gut mit und sind auch durchaus zu dynamischen Kämpfen in der Lage. So kam ich heute in den Genuß, die ersten Schritte im Schwarzen Tempel mitzugestalten, nachdem das Bündnis bereits Kriegslord Naj'entus und Supremus, das gigantische Elementar besiegten. Heute schnetzelten wir uns durch die Gruppen noch einmal mit viel Erfolg durch, danach stand der Schatten von Akama an der Reihe. Der Kampf ist eine Mischung aus Magtheridon, Nefarian und Buru, also Gegnerwellen, die durch Eingänge strömen und offgetankt / beschäftigt werden müssen, Kanalisierern, die schnell besiegt werden müssen und ein gnadenloser Timer in der zweiten Phase, in der der Gegner in einer Minute von seinen 1 Mio. HP auf 0 gebracht werden muss. All das gelang im 3. Versuch. Tataaa!



Und dass ich an dem Abend richtig Glück hatte und meine Ausrüstung um 2 Sachen verbessern konnte, setzte dem ganzen die Krone auf.


LOTRO

Vor so viel Raidpower kann LOTRO noch nicht ganz mit Highlights aufwarten. Nur zwei Sachen: Meine Frau hat sich jetzt ein eigenes Heim geholt, eine Zwergenhütte mit eigener Insel. Die Einrichtung lässt noch zu wünschen übrig, aber wie ich sie kenne, lässt sie ihrer Kreativität bald freien Lauf. Mein Kundiger hat Stufe 35 erreicht und arbeitet jetzt an der Reitquest, mehr davon in einem neuen Blogeintrag.

Ach, ja ein neuer Fisch ziert die andere Seite der Wohnung... die Erlesene Elrize!

Freitag, 9. Mai 2008

Preisstruktur von MMOs + Spielen

Die Preise von Spielen sind seit je her in der Diskussion gewesen. Eines der gängigsten Argumente war, dass hohe Preise Raubkopien fördern. Ich persönlich glaube, dass man sich etwas leisten sollte, wenn man es haben möchte. Für Spiele, die nicht auf der A-Liste stehen, gibt es ja immer noch die Zweitverwertung als Gold-Bundle oder als Classic-Budgetversion. So wäre ich z.B. zum Kauf von GTA IV motiviert, wenn es mal für 25 EUR angeboten wird, vorher eher nicht.

Bei MMOs sind die Preise noch wichtiger, hier spielt man sehr lange an einem Spiel und die Monatsgebühr finanziert Server, Wartung und neue Inhalts-Patches. Die genialste Idee seit vielen Jahren hat sich Turbine / Codemasters einfallen lassen: Die Gründeroption, bei der man ca. 12 - 14 Monatsraten im voraus bezahlt und dann "lebenslang" (bezogen auf den Lebenszyklus des Spiels, nicht des Spielers) frei spielen kann und sich nur neue Addons kaufen muss. Angesichts der Option werden langfristig orientierte Spieler belohnt und kurzfristig denkende Spieler zu den normalen Bezahloptionen Gamecard, 1, 3 6 Monatsabo gebracht.

Bei dem neuen Spiel von Funcom, Age of Conan, sind nun die Preise bekannt gegeben worden. Aufgrund des hohen USD/EUR Wechselkurses zahlen Europäer deutlich mehr für gleiche Leistung (meist noch etwas schlechteren Service, US Server bekommen Inhaltspatches häufig schneller, erhalten mehr Aufmerksamkeit durch die Entwickler usw.). Aufgrund des recht hohen Preises von 15,99 EUR pro Monat im 1-Monatsabo sehe ich keine Chance, dass ich mir das Spiel hole oder es probiere. Bei einer Gründeroption für 150 EUR oder so wäre ich vielleicht schwach geworden, ebenfalls bei einem Modell, wo ich nach gespielter Zeit bezahle (und das bei geringem Spielvolumen auch deutlich günstiger sein sollte als eine Monatsrate bei gleicher Spielzeit).

Insofern - letzte Chance vertan, mich für Age of Conan zu interessieren. An dieser Stelle möchte ich noch mal an die Hersteller appellieren, mal mehr zu wagen und die konservativen Wege zu verlassen. Battlefield Heroes macht es mit seinem genialen Konzept vor. Kostenloses Spiel, Micropayments für Extrainhalte (z.B. neue Kostüme, werbefreier Client usw.). EA hat den Zug der Zeit erkannt und startet hier einen potenziell sehr erfolgreichen Testballon.

Ein letzter Kommentar zum Thema: Schamlose Abzocke sind die Preise von dem Guitar Hero ähnlichen Spiel "Rock Star". Vergleicht man bei Amazon.com und Amazon.de die Preise für XBOX 360, wird einem schlecht.

US Preis: $160 (game + controllers)
EU Preis: $384 (game: $112, controller: $272)
bei einem Wechselkurs von 1.6

Es gibt dieses Spiel noch nicht mal als preisreduziertes Bundle, man muss tatsächlich beide Pakete separat kaufen. In meinen Augen eine Unverschämtheit. Da bleibe ich bei Guitar Hero, bei dem sowieso bald Guitar Hero: Aerosmith rauskommen wird.

Donnerstag, 8. Mai 2008

Schönheit von Spielen

Schönheit liegt im Auge des Betrachters, sagt man landläufig. Spiele als eigenes Medium der Unterhaltung, ja Kunst, sind durch Kunststile beeinflusst, leben von der Kreativität und dem Können der Grafiker, Landschafts- und Charakterdesigner und letztlich limitiert durch Technik. Wo wir vor 20 Jahren noch die abstrakten ein- oder vierfarbigen Level eines Donkey Kong betrachteten, so ist nun fotorealistische Grafik möglich wie in Crysis. Dazwischen liegen viele Jahre technischer Entwicklung. Ich habe in jeder Phase der graphischen Entwicklung Spiele gehabt, die ich schön fand und andere, wo mir die Grafik nicht lag. Einer der Kunstgriffe, den Grafiker schon immer genutzt haben, ist die Umgehung der technischen Restriktionen (Auflösung, Farbanzahl, Texturgröße usw.) durch Reduzierung der Grafik auf Cartoonstil. Selbst in Zeiten, wo Grafikkarten fotorealistische Grafik ermöglichen, wird dieses Mittel der Abstraktion genutzt, als Beispiele nenne ich mal Team Fortress 2 vs. Crysis oder in Zukunft Battlefield Heroes vs. Battlefield 2142 (Screenshots © EA):


Battlefield Heroes



Battlefield 2141

Genauso kann man über die Verwendung der Grafik in MMOs diskutieren, dabei wird die reine Betrachtung eines Screenshots natürlich nie der ganzen Reihe von Faktoren gerecht, die das ganzheitliche Spielerlebnis ausmachen, also der Kombination aus Grafik, Animation, Soundkulisse, Musik und Spielgefühl. WoW spielt sich äußerst flüssig, hat ausgezeichnete, liebevolle Animation (/flex bei weiblichen Gnomen ist furchtbar putzig) und verwendet gut gestreute Soundeffekte und Sprecher für kleine Zwischentexte (Wer noch nie die Rochenfang-Quest im Schergrat gemacht hat und von Kathie mit einem lieb-dominanten "Hinfort, hinfort" verabschiedet wurde, der kommt dem Nirvana nicht näher).

LOTRO lebt von einer Grafik, die in den Regionen der Freien Völker märchenhaft schön ist, ohne jedoch den Pfad des Realismus allzusehr zu verlassen. WoW baut auf die stimmige Comicwelt, welche eine direkte Fortführung von WarCraft I, II und besonders III ist. Zudem ist diese deutlich Ressourcen schonender und lässt sich leichter animieren, indem Animationen übertrieben worden sind. Spiele, die den realistischen Look anstreben, haben es schwer, da wir alle automatisch die Bewegungen der virtuellen Charaktere mit der Realität vergleichen und ganz natürlich kleinste Unstimmigkeiten bemerken und als unecht benennen.


Es fällt schwer, diesen Blogeintrag zu einem runden Ende zu bringen, ich könnte noch seitenlang schreiben über Spielehistorie, die kleinen, feinen Details verschiedener Spiele was eine gute Grafik ausmachen kann und was nicht. Selbst Spiele mit fantastischer Grafik können seelenlos wirken, wenn der Betrachter das Gefühl hat, die Welt lebt nicht. Ach, da bin ich wieder bei GTA IV gelandet, der Welt, die atmen und leben soll. Komplexes Thema.

Vielleicht führe ich das mal fort.

Dienstag, 6. Mai 2008

XBOX mit Blue-Ray?

Nachdem ja HD tot ist und die letzten XBOX HD Laufwerke für 10 EUR bei Amazon.de verramscht werden, stellt sich bei vielen die Frage: Soll ich mir eine PS3 für Blue Ray kaufen? Also ich würde das nicht machen, noch eine Konsole brauche ich nicht, die PS3 exklusiven Titel reizen mich nicht und nur für Blue Ray gebe ich keine 400+ EUR aus. Wenn ich aber den DVD Standard der nächsten ~10 Jahre nutzen wollte und die entsprechende "Projektionsfläche" in Form eines HD Fernsehers hätte, bräuchte ich das entsprechende Gerät zum abspielen. Bleiben 3 Alternativen:
  1. Externen Blue Ray Spieler kaufen
  2. Externes Blue Ray Laufwerk für XBOX 360 kaufen wenn es herauskommt
  3. Neue XBOX 360 mit Blue Ray Laufwerk kaufen und alte verkaufen

Ich denke, Option 2 ist die wahrscheinlichste, da mein DVD Spieler auch gleichzeitig der Receiver ist, Option 3 wäre nur interessant, wenn die zukünftige XBOX 360 einen deutlichen Mehrwert über Blue Ray Spieler hinaus bieten könnte (z.B. einen verbesseten Prozessor/Grafikchip oder eine größere Festplatte wie bei der XBOX 360 Elite).

Zumindest scheint die Entwicklung einer neuen XBOX 360 mit Blue Ray Laufwerk nicht ganz unwahrscheinlich zu sein.

LOTRO Tagebuch 06.05.2008

Petri Heil!

Ich konnte nicht anders, wenn ich schon mal in Bree war, um dort ein paar gefundene Silbermünzen-Trophäein einzutauschen, musste ich auch mal den neuen Angellehrer besuchen. Im großen Stadelweiher gelang mir dann ein respektabler Fang, ein Gigantischer Goldfisch!




Flugs zum nahen Tierpräparator in Bree gebracht, der übrigens eine eindrucksvolle Sammlung an bedeutenden Tiertrophäen an der Wand aufweisen kann! Dieser fertigte mir ohne Kosten eine hübsche Wandplakette an, die der Hobbitbarde nun bewundert. Ein wenig stört ihn der leichte Fischgeruch schon, das erkennt man am pikierten Blick.

Montag, 5. Mai 2008

LOTRO Tagebuch 05.05.2008

Die ersten Eindrücke aus dem neuesten Patch Buch 13 zu LOTRO. Da mein Kundiger erst Stufe 34 ist, kann ich über die Frostregion Forochel nichts sagen, da sich diese an Stufe 45+ Charaktere richtet. Bis ich so weit bin, vergehen sicher noch ein paar Wochen. Vermutlich spiele ich das ein paar Monate vor WotLK und springe dann von einer Eisregion in die nächste. Lustig irgendwie.

Worüber ich mich auslassen kann, ist das überarbeitete Questlog. LOTRO hält ja bis zu 45 Quests im Logbuch fest, diese kann man jetzt mit sehr guten Filtern schnell auf wichtige Einträge reduzieren. Weiterhin kann man mit einem Klick eine Gruppe zur aktuellen Quest finden, was auch sehr gut gelöst ist. Ob das angenommen wird, kann erst die Praxis zeigen.

Weiterhin haben die Entwickler die Handwerkszutaten ein wenig geändert, statt Gegner spezifischen Zutaten (z.B. Barghestschwanz, Spinnenauge oder Gruftscheusalschatz) gibt es nun generelle, die bei jedem Gegner fallen können (Rotes Auge). In den Städten haben die Entwickler auch Tauschhändler eingeführt, welche die alten Zutaten gegen die Neuen umtauschen.

Die letzte Neuerung des umfangreichen Patches betrifft das erste Hobby: Angeln. Hier bin ich froh, dass es integriert wurde, aber enttäuscht über den Mangel an Innovation. Ich hätte mir ein kleines Minispiel gewünscht, so was mit "per Mausbewegung ausholen, werfen, mit einem Ruck den Haken setzen, dann per Ziehbewegung den Fisch einholen". Statt dessen ist es wie bei WOW: Schwimmer anklicken, prozentuale Chance ergibt Fang oder Entkommen. Dazu gibts Köder, die das Ergebnis verbessern können. Meh. Immerhin gibt es neue Titel zum Angeln, Trophäen für die Hobbithöhle und Angelquests. Das schaue ich mir mal in Ruhe im Pfingsturlaub an.

Wie immer sind viele andere Neuigkeiten im Patch, die hier nicht aufgeführt werden. In 2-3 Monaten, wenn ich vielleicht mal in Forochel reinschneien sollte (haha) wird das auch keinen "Patch-Review" Blogeintrag mehr rechtfertigen, sondern einfach ein Bericht über eine mehr oder weniger gelungene Region. Was ich zumindest bislang gelesen habe, stimmt mich hoffnungsvoll.

Ganz interessant, ist, dass zur Zeit mehrere Spieler aus der WOW-Gilde in LOTRO reinschnuppern. Ich werte das als Indikator dafür, dass viele einfach nach 3 Jahren Lust auf was Neues haben. Mal sehen, wie die Abwanderungsbewegungen sind, wenn WAR rauskommt. Ich muss ehrlich sagen, dass WOW aufpassen sollte mit der Entwicklung in Richtung E-Sports, die ich zur Zeit sehe (Arena, PvP-Turnierserver usw.). Sollte das lediglich ein geschäftlich motivierter Teilbereich (Abschöpfen der Randbereiche der Cash Cow WOW) sein kann ich damit leben, wenn WOW zunehmend seinen Schwerpunkt dahin verlagert und weg geht von storylastiger PvE Welt, wird der Einbruch gigantisch sein.

Freitag, 2. Mai 2008

WOW Tagebuch 02.05.2008

Doppel-Streitkolben mit Doppel-Mungo


Der kleine Schurke nahm sein Klöppelwerkzeug und sagte sich: "Heute ist ein guter Tag." Dann klöppelte er ein wenig an seinem Spitzendeckchen und blickte zufrieden durch seine Ingenieursbrille drein.

P.S.: Ab und an brauche ich so was.
Das hier hat mir auch viel Spass gemacht damals:

Grand Theft Auto IV

Ist ja zur Zeit der heißeste Feger in der Spieleszene. Lässt mich trotzdem irgendwie kalt. Liegt wohl daran, dass ich ungerne Gangster spiele, die Leute abknallen. Merkwürdigerweise zähle ich aber Filme wie Der Pate, Casino, Heat, Ronin und neu American Gangster zu meinen Lieblingsfilmen. Anschauen kann ich mir das wohl, aber die Schwelle zum selber spielen ist irgendwie zu groß. Ein Hauptgrund, weswegen ich die Vorgänger GTA I + GTA II nicht mochte, war die Draufsichtperspektive. Das Spiel bot mir einfach zu wenig Spielspass und die Steuerung der Autos war irgendwie doof.

Die Nachfolger GTA III und GTA : Vice City hatte ich nicht so registriert, die Grafik fand ich auch holprig und die Schießereien kamen nicht an ordentliche Egoshooter heran.

Das hoch gehypte GTA: San Andreas ließ mich kalt, weil ich das HipHop Gangsta Milieu nie besonders attraktiv fand, fängt bei der Musik schon an.

Nun ist GTA IV draußen, bekommt überall Hurra-Bewertungen (GameSpy, OXM, GamePro IGN und und und) als "das maßgebliche Spiel 2008". Als alter Spielefan frage ich mich nun: Muss ich das mal gespielt haben? Bislang regt sich aber gar nichts in mir. Ich will es interessant finden, wegen der offenen Spielwelt (so was mag ich), der lebendigen Stadt, den offenbar spannenden Missionen. Genau für so was habe ich eigentlich die XBOX 360 gekauft. Nur - mich reizt es nicht. Komisch, irgendwie. Muss daran liegen, dass man einen Verbrecher spielt.