Samstag, 31. Januar 2009

Overload!

Was machen, wenn die Spiele, welche als MMOs also MASSIVELY Multiplayer Online-Games ausgelegt sind, die geforderte Leistung nicht bringen?

Vorige Woche begaben sich unsere World of WarCraft-Hauptcharaktere gen Dalaran im Zuge einer Quest. Totaler Overload. Gefühlt schlimmer als Shattrah und Ironforge zusammen. Alles ruckelte, Dutzende Spieler rannten, ritten, hüpften, standen herum. Zusammen mit der aufwändigen Architektur ein Killer für meinen PC. Folge: Entnervt eine erste Erkundungstour gemacht, dann überlastet ausgeloggt. Seitdem kaum WoW angefasst.

Heute: Nach längeren Handwerksausflügen und gemütlichem spielen der zahlreichen Nebencharaktere haben wir die Großen gestartet und die Aufgaben in Eregion soweit fertig gestellt, bis nur noch Kleingruppen-Instanzen übrig waren, wovon wir die erste (gedacht für drei) zu zweit erledigten. Viel Spaß gehabt, aber schon schwerer als üblich. Danach dachten wir, dass wir nun endlich mal die Minen betreten sollten. Die ersten Quests waren auch einfach, hin- und hergerenne, gezielt ein paar Bilwisse (Goblins) erledigt, dann wurden wir nach Delfblick entsandt. Der Weg dahin war ein Traum, quer durch Tunnel, Höhlen, Hallen, Gänge und Keller ging es zu einem imposanten mehrstufigen Gebäude. Doch dann.... Overload! Der Rechner fuhr auf ~5 FPS runter, alles ruckelte, die der Schreib-/Lesekopf tanzte Tango auf der Festplatte. Der Grund? Genau wie in Dalaran, Dutzende Mitspieler, alle mit individueller Kleidung, alle Questgeber, Händler, etc. zusammen in der freien Welt. Dazu die aufwändigen Systeme für Legendäre Waffen, individualisierte Kleidung, etc. Rien ne vas plus. Nach 5 Minuten bekam ich vom Ruckeln Kopfschmerzen und musste abbrechen.

Warum nur, Turbine, habt ihr das so zentralisiert? Wieso sind die Questgeber nicht in mehr Hallen verteilt, die Händler nicht in instanzierten Häusern? Wieso bietet LOTRO keinen Mechanismus, der einfach Spieler ausblendet, wenn es zu viel wird?

Nun denn. Unsere Konsequenz aus dem Ruckel-Desaster ist die, dass wir nun ein paar Monate warten werden, bis zukünftige Patches Moria uninteressant für die Masse der Spieler machen. Bis dahin wird gemütlich getwinkt, Handwerk betrieben, Außenwelt gefarmt. Und mal wieder WoW gespielt, abseits von Dalaran.

Bilder anbei, dieses mal habe ich mal den Gammawert mit einem Bildbearbeitungsprogramm hoch gesetzt, damit man besser was erkennen kann. Das Gebäude mit den Arkaden ist Delfblick, der Ort des legendären Ruckelns.


Neues Blogger Gadget

Oben rechts ist ein neues Fenster hinzugekommen, das Gadget "Regelmäßige Leser". Hat nichts mit einem gewissen Gadget zu tun - Blogger bietet hier die Möglichkeit, dass Menschen mit Google / Blogger Account sich als regelmäßige Leser zu erkennen geben. Da ja die Masse der Leser aus dem Bereich meiner WoW Gilde kommt und da nur wenige einen Blogger Account haben (soweit ich weiß), bleibt das Fenster vermutlich recht leer. Wenn sich da nichts in 1-2 Monaten tut, nehme ich das wieder raus.

Star Trek Online - Neue Screenshots

Über Star Wars - Old Republic (SWOR) und Star Trek Online (STO) wird ja im Onlinebereich viel geschrieben, die Aufmerksamkeit der Fans ist dem Spiel sicher. Die Berichterstattung von Game-Magazinen über SWOR und STO ist eher mau. GameStar brachte im aktuellen Heft gerade mal eine kleine 1/4 Seite über STO. Hintergrundbericht aus dem Entwicklerbüro? Interview? Fehlanzeige bislang. Ich glaube, die Magazine verkennen etwas den langfristigen Trend zu mehr MMOs, welche den Konsum der "Einmalspiele" (Spiel durch - Game Over - Spiel verkauft) einschränken. MMOs ziehen eine langfristige Kundschaft an sich, die mehrere Monate, ja meist Jahre dem Produkt treu bleibt. Des Marketing Managers Traum sozusagen. Insofern nimmt die Internetberichterstattung einen immer größeren Stellenwert ein und ich informiere mich über MMOs auf den Seiten der Hersteller direkt und natürlich entsprechenden Games-Seiten wie GameSpy, MMORPG.com, TenTonHammer, Buffed.de oder Massively.com um einige zu nennen.

Bei STO sind gestern neue Screenshots veröffentlicht worden und ich bin recht begeistert. Während SWOR eine klasse, an WOW angelehnte ins comichaft gehende Grafik besitzt, versucht STO einen realistischen Look mit kontrastreichen Farben und der typisch technischen Ausstattung von Szenerien. SWOR setzt auf die typischen Riesengebäude, welche auch die Filme prägten.

Genug geschrieben, hier sind sie:

Miranda Class vor einem Planetoiden



Klingonenschiff im Asteroidfeld



Warp Core

Montag, 26. Januar 2009

Burn the rope!

Was für ein gemein schwerer Bosskampf. Tipp: Strat lesen und perfect execution. Wenn man seine Klasse nicht 130% beherrscht, ist der Boss einfach nicht zu packen. Jeder muss volle Aufmerksamkeit im richtigen Moment beweisen. Loot ist eher mau, aber die credibility ist schier unbezahlbar. Und es gibt einen Song über euch.

Burnzeropeandkillzekolossus

Sonntag, 25. Januar 2009

WOW & LOTRO Tagebuch 25.01.2009

World of Warcraft
Nicht gespielt in der letzten Woche. Immer wieder mit dem Gedanken gespielt, aber dann zog es meinen Mausfinger magisch zu dem LOTRO - Icon hin. Allerdings habe ich auch wenig Zeit gehabt letzte Woche und da war mir das Handwerk in LOTRO wichtiger, statt 5 Quests zu machen.

Während dessen bejammern die Heiligpriester ihren Nerf. Macht mich gleich wieder nachdenklich, wann ich meinen Zwergenpriester auf 80 bringe. Vielleicht skille ich zum leveln auch mal auf Disziplin oder Schatten um, da ich ja mit der Kriegergnomine meiner Frau meist nur 1 Ziel zum heilen habe, ob mein Priester jemals in einer Raidumgebung zum Einsatz kommt, ist mehr als fraglich.

In der aktuellen Gamestar hat der Gründer von GameStar, Jörg Langer, eine mehrseitige Analyse verfasst, in der er die Ursache für die Alleinstellung von WoW zu ergründen versucht. Gar nicht mal so schlecht zu lesen. Meine Meinung, was WoW richtig machte:

  • Die Marke Blizzard. Nach dem hervorragenden WarCraft III und Diablo II war Blizzard ein Garant für Spitzenspiele. Ein Onlineableger würde eine gute, solide Fantasywelt bieten.
  • Die richtigen Charaktere. Meine Frau z.B. hätte das Spiel nie angefangen, wenn es nicht die extrem putzigen Gnome gegeben hätte. Die sind eine USP im Bereich der MMOs. Mal geschaut, ob andere Spiele eine Knuddelrasse besitzen? LOTRO hat Hobbits, die waren auch der Einstiegsgrund für meine Frau. Zack, hat man gleich 40% mehr Kundschaft im Spiel...
  • Flow, Flow, Flow. Wer bislang Singleplayerrollenspiele spielte, kannte den Flow von Levelaufstiegen, Itemhatz und erledigten Quests. WoW macht dies perfekt.
  • Technik & geringer Hardwarehunger. WoW läuft auf fast allen Rechnern, Age of Conan auf fast keinem flüssig. LOTRO ist die Grenze für meinen Mittelklasse-PC. WoW ist stabil, toll animiert, mit sehr guter zeitloser Grafik.
  • Kundendienst. Harte Arbeit, aber ich möchte mal denjenigen sehen, der mit seinem Heer an Gamemastern, Community-Managern und Designern, die auf Kundenfeedback eingehen so gut umgeht wie Blizzard.
LOTRO
Eine der Sachen, die LOTRO dem großen Konkurrenten WoW immer noch weit voraus hat, ist die sehr gute optische Ausgestaltung der Charaktere. Der Anziehpuppen-Effekt ist für viele Spieler sehr wichtig, so zumindest mein Eindruck. Meine Frau hat sich jetzt nach dem Forochel-Set das erste Schmiedeset gefertigt, das sehr gut aussieht und teilweise auch gute Werte besitzt. Zusammen mit der Luxusfarbe Burgund für alle Teile kommt dabei ein Look heraus, der meiner Meinung nach zeitlos klassisch ist. Das rote Knuddelding daneben ist mein Waffenmeister, der einen Hang zu roten Ausrüstungsteilen hat...




Leider ist das Bild mal wieder in der Nacht entstanden, ich reiche ggf. ein besseres nach, wenn es sich ergibt.

Dienstag, 20. Januar 2009

WOW & LOTRO Tagebuch 20.01.2009

World of Warcraft
So langsam ist es bei WoW so, wie ich es mir erhofft habe. Die Startgebiete recht leer, kaum Konkurrenz um Erz, Auftragsgegner oder Questobjekte. Wir haben mit den beiden "Großen", also dem Jäger und der Hexe die ersten zwei Startgebiete (Heulender Fjord und Boreanische Tundra) schon durch. Mittlerweile verhallen bei den 80ern die Aufrufe nach Mitgliedersuche für normale Instanzen ohne Antwort im Gildenchat und das 3 Monate nach Start und bei 32 eingeloggten Spielern. Und der Aufruf kam von einem Heiler. Absurd. Das Spiel ist für viele damit wohl schon durch, bis auf ein paar Epics hier und dort, 2 weitere in Zukunft eingepatchte Raidinstanzen und natürlich die 2-6 Twinks, die noch auf 80 gezogen und voll episch eingekleidet werden müssen.

Dabei muss ich mal wirklich für WotLK als Fürsprecher agieren: Landschaft, Quests und Atmosphäre sind wirklich gut. Schade, dass das Spiel trotzdem für viele so schnell "vorbei" ist.

LOTRO
Letztens, als mein Barde wieder die Ackerscholle bearbeitete, erklang die Frage im Beratungschannel: "Lohnen die Postquests?". Für die Leser, die LOTRO nicht kennen: Im Auenland gibt es eine Reihe von Briefträgerquests, wo man zwischen verschiedenen Siedlungen kreuz und quer herumrennen und neugierige Hobbits umgehen muss. Am Ende gibt es einen Titel "vom Post-Schnelldienst" und natürlich gefahrlose Erfahrungspunkte, ein wenig Silber und Fortschritt beim "Quest-Trait", also einer Eigenschaftsverbesserung durch Erfüllen von Aufgaben in der Region. Recht schnell kamen auch die Sachantworten (Trait & Titel). Ich fühlte mich bemüßigt, dann noch ein wenig mehr dazu zu schreiben. Ob der Spieler von WoW käme. Ja, meine Vermutung lag richtig, er kam von WoW. Mein Rat wäre, alles, was man bei WoW gelernt hätte, zu vergessen und das Spiel langsam anzugehen, Questtexte durchzulesen, die Atmosphäre zu genießen und sich an der Geschichte zu erfreuen. Die Aussage wurde schnell von mehreren Mitspielern bestätigt. Hoffen wir mal, dass es was bringt.

Um die legendären Gegenstände besser identifizieren und nutzen zu können, haben meine Frau und ich die Zugangsquest nach Moria beendet und den ersten Schritt in die Minen gewagt. Schon die Eingangshalle ist sehr imposant. Allerdings haben wir sofort kehrt gemacht und machen weiter bei den noch nicht beendeten Eregion-Aufgaben. Den Blick der Eingangshalle will ich aber nicht vorenthalten.






Samstag, 17. Januar 2009

Steampunk

Eine der Ursachen für den mittelmäßigen Erfolg von Age of Conan und Warhammer im letzten Jahr ist neben handwerklichen Schwächen (Endgame, Qualität) in meinen Augen auch die mangelnde Differenzierung des Spielweltthemas.

  • World of Warcraft - Cartoon Fantasy
  • Lord of the Rings Online - High Fantasy
  • Warhammer - Cartoon Fantasy
  • Age of Conan - Dark Fantasy* (siehe unten)

Merkt ihr was? Fantasy ist das zugrunde liegende Thema. Orks, Elben, Zwerge. Die großen Rollenspielhoffnungen der Zukunft setzen auf Science Fiction: Star Trek Online und Star Wars Old Republic und Jumpgate Evolution. Das von MMORPG.com Lesern ausgezeichnete Darkfall wird vermutlich ein reines Nischenprodukt für Hardcore PvP Spieler. Spielwelt und Figuren sehen in meinen Augen austauschbar aus.

Science Fiction bietet natürlich die Möglichkeiten, die Fantasy hat in Form von übernatürlichen Fähigkeiten, seien es die Jedis aus Star Wars, biotische Superkräfte in Mass Effect oder T'Pols übernatürlicher Charme in Star Trek Enterprise. Leider braucht es viel Aufwand, eine neue glaubhafte Science Fiction Welt zum Leben zu erwecken, Mass Effect ist hier seit langen Jahren der beste Ansatz.

Welche Welten bleiben den Entwicklern noch, wenn in 2-3 Jahren die hoch erwarteten, mit Lizenzen unterfütterten Spiele auf den Markt kommen? Sollte Blizzard noch zusätzlich StarCraft Online oder Worlds of StarCraft auf den Markt werfen, dann ist SciFi, das lange vernachlässigt wurde, auf einen Schlag der neue Star am Himmel und der Markt vollkommen gesättigt, so dass Me-Too-Produkte keine echte Chance haben werden. Gibt es keine weiteren Welten mehr, keine Themen, die abgedeckt werden können?

Natürlich gibt es noch viel mehr, nur unsere Vorstellung limitiert die möglichen Welten. Themen, die bereits erfolgreich in Singleplayer-Spielen, Romanen und P&P Spielen erkundet worden, sind: Endzeit, Archaisches Zeitalter (*wo man auch Age of Conan zu zählen könnte) und ... Steampunk. Endzeit oder Postapokalypse wurde bereits letztes Jahr mit dem hervorragenden Fallout 3 wieder Tribut gezollt, zum Archaischen Zeitalter könnte man AoC zählen. Doch... Steampunk? Die Anzahl der gelungenen Spiele zu dem Thema ist sehr gering. Scheinbar ist das kein Thema, das viele Spieler reizt. Die besten Videospiele zum Thema Steampunk sind gewesen:


Demnächst kommt noch ein Shooter von Codemasters auf den Markt, der heisst Damnation. Die bisherigen Bilder sind ganz ok, leider eben "nur" ein Shooter, wo man keine richtige Chance hat, in die Welt einzutauchen.


Ich denke, als übernächste MMO Welle kommt Steampunk, nachdem Fantasy & SciFi abgegrast sind. Würde mich sicher reizen.

Samstag, 10. Januar 2009

Neue Websites neuer Spiele = neuer PC?

Mir ist aufgefallen, dass viele Websiten für Spiele mittlerweile zum allumfassenden "Ereignis" umprogrammiert worden sind, was vor allem mit viel Einsatz von Flash und Co erfolgt. Beispiele?

Final Fantasy XIII

Star Wars Old Republic

Prince of Persia
(Taschentücher bereithalten, der Trailer ist so unglaublich schön...)

Tomb Raider Underworld

Und das sind nur Spiele, für die ich mich momentan stark interessiere, es gibt sicher noch viel mehr gut gemachte Seiten da draußen. Nur - mein PC schafft meist schon die Website nicht mehr in ganz flüssiger Darstellung. Der Flasheinsatz, die Sounds, die Animationen, all das scheint so viel Bandbreite und Ressourcen in Anspruch zu nehmen, dass es hier und da zu Rucklern oder Sound-Stottern kommt. Schade, denn ich finde diese Art von medialer Vorbereitung auf mein liebstes Hobby klasse. Noch ärger kommts bei den Spielen selber. Von allzu brachialer PC Aufrüstung bin ich in den letzten 2 Jahren verschont geblieben, dank der XBOX, auf welcher ich alle leistungshungrigen Games spiele. So konnte ich Oblivion, Bioshock, Mass Effect, Fallout 3 (ja, ich habs und es ist soo gut!) und dergleichen mehr spielen. LOTRO bringt meinen PC mittlerweile an die Grenzen der Belastbarkeit, große Schlachten in Medieval II sind ebenfalls die Leistungsgrenze. Ich denke, 2009 wird ein neuer PC fällig. In meinem typisch männlichen Wahn werden erst mal die Extremmodelle sondiert...

Acer Predator

Alienware

Montag, 5. Januar 2009

WOW & LOTRO Tagebuch 05.01.2009

Ein frohes Neues Jahr 2009 wünsche ich allen Lesern, in der Hoffnung, dass es ein gutes Jahr wird und Wünsche und Hoffnungen in Erfüllung gehen.

World of Warcraft: Wrath of the Lich King
Mit den beiden Hauptcharakteren (Jäger & Hexenmeisterin) haben wir die Startgebiete Boreanische Tundra und Heulender Fjord fast durch, keine Instanz besucht und sind knapp Stufe 74. Das leveln geht unerwartet schnell und wie von alleine. Die Ausrüstung haben wir bislang nur unwesentlich ausgetauscht, ein blaues Trinket hier, ein blauer Ring dort, das End-70er T4-T6 Niveau Equipment erweist sich als recht robust. Wenn wir die letzten Quests erreicht haben, geht es wohl in der Drachenöde weiter. Hier sind wir schon einmal durchgeritten und haben die tolle Grafik genossen. Sehr atmosphärisches Gebiet.

LOTRO: Minen von Moria
Deutlich mehr Zeit verbrachten wir die letzten Feiertage in LOTRO. Unsere beiden fortgeschrittensten Charaktere sind jetzt gerade auf Stufe 54 (von 60 Stufen) gekommen, ohne dass wir einen Fuß nach Moria gesetzt haben. Wir haben die meisten, letzten Soloquests in Angmar gemacht und sind ganz froh, dass wir uns nicht verstärkt in dem dunklen, öden Gebiet aufhalten müssen. Lieber das neue Gebiet Eregion, wo eine leicht repetitive Aufgabenvielfalt auf uns wartete. Im Vergleich zwischen LOTRO und WoW gewinnt WoW im Startgebiet. Zwar gibt es in LOTRO auch mehrere Camps mit Auftraggebern, doch macht die Struktur der Quests nur Sinn, wenn man Lager für Lager abreitet und die Aufträge erfüllt. Und genau hier punktet WoW, was die Aufgabenvielfalt angeht. Eregion hat 3 wesentliche Lager, wo man sehr ähnliche Aufgabenreihen erfüllen muss:

1. Gehe in Feindeslager X und töte Y Gegner.
2. Gehe in Feindeslager X und sammle/zerstöre Y Objekte.
3. Gehe in Feindeslager X und töte Endgegner Z.

Und das 3-4 mal hintereinander, das fand ich schon etwas langweilig. Ist zwar gut beschrieben und im Rahmen der Questmechanik auch nett gelöst, aber eben doch ein kleines bischen langweilig. Allerdings bin ich da auch selber Schuld, denn wir haben recht viele Stunden hintereinander gespielt, was den Wiederholungscharakter doch stärker zu Tage brachte, als wenn das auf mehrere Wochen verteilt worden wäre.

Nach der normalen Questreihe im Startgebiet Eregion, welche sehr gute Belohnungen brachte, war es am Wochenende Zeit für die Startquest vor den Toren Morias. Eine eigene kleine Instanz, die man sofort betreten kann, wartet dort mit einer linearen Folge an Aufträgen, an deren Ende neben dem ersten Gefecht gegen den Wächter vor allem die Beschaffung einer legendären Waffe im Kampf gegen dieses böse alte Wesen steht. Die Questlinie ist gut gemacht, äußerst reich an Atmosphäre gehalten und gibt zwei schöne kleine Mini-Dungeons, zum einen eine Orkhöhle und eine natürliche Steinhöhle, von letzterer anbei ein paar Bilder.





Fand ich sehr hübsch, die Höhle. Nach ein paar niederen Tätigkeiten geht es zu einem Geschichtenerzähler, der uns die Geschichte von Nafni, einem Wächterzwerg von Durin, nacherleben lässt, wie die Geschichte von Durins Fluch begann, dem Balrog von Morgoth, den die Zwerge in ihrer Gier nach Mithril in den Tiefen unter Khazad-Dum ausbuddeln.

Hier gibt es zwei Gebiete zu erkunden, den imposanten Thronsaal von dem Zwergenkönig sowie die unterste Feuerhöhle, in der der Balrog lauert.




Von der eher einfach gehaltenen Balroghöhle und dem Balrog selbst gibts keine Bilder, da habe ich in dem Bann nicht dran gedacht. Hat man das erledigt, geht es zum Eingang, dem Hulstentor. Hier stellt sich der Wächter den Zwergen in einer imposanten Sequenz entgegen.





Die eigenen Waffen richten gegen das Biest nichts aus, also bleibt nur Rückzug und sammeln in einem sicheren Gebiet. Einer der Zwerge berichtet von der Notwendigkeit, dass wir eine besondere Waffe gegen dieses Monster benötigen und schickt uns ins Hauptlager zurück, wo wir je nach Klasse eine von mehreren Waffen auswählen können.

Zum Abschluss geht es dann nach Thorins Hallen, der friedlichen Zwergenhauptstadt, wo ein Schmiedemeister unsere erste Legendäre Waffe identifiziert, welche wir in Eregion erhielten. Das System kann man sich als eine Art gesockelte Waffe mit Zufallsattributen, Fertigkeitsverbesserungen (a la Inschriftenkunde in WoW) und eigener Erfahrungspunkteleiste vorstellen. Sehr überwältigend am Anfang, interessierten Lesern sei die Informationsseite von der HdRO-Sippe Der Widerstand empfohlen. Mir macht das System Spaß, die Waffen sehen klasse aus und es ist sehr spannend gemacht, die Waffe fühlt sich deutlich gewichtiger an. Im Vergleich zum Sockelsystem von WoW kommt die Legendäre Waffe in etwa einer gesamt gesockelten Ausrüstung gleich, so viel kann das ausmachen.