Mittwoch, 30. April 2008

WOW & LOTRO Tagebuch 30.04.2008

World of Warcraft
Ende letzter Woche haben wir mal wieder an einem Raid teilgenommen. Vorletzter Boss in Mount Hyjal, Azgalor. Zuerst kloppt man sich durch einige Wellen durch, dann kommt der Boss. Läuft bei dem irgendwas schief - genau: Alles noch mal von vorne. Das Spiel haben wir dann etwa 7-8 mal gemacht. Immerhin, im besten (letzten) Versuch ging er auf 6% runter, dann schlug der "Vael-Timer" wieder zu. Damit meine ich den Mechanismus von Vaelastrasz aus Blackwing Lair, bei dem ein Spieler nach dem anderen aus dem Raid befördert (getötet) wird. Wenn man da ein wenig Pech hat (z.B. wenn es zu viele Heiler erwischt) dann ist der Versuch gelaufen. Na ja, zumindest haben wir mal ein wenig was von MH gesehen. Den Tag davor wurden Bosse 1-3 ohne Probleme gelegt, was gleich mal doppelt so viel DKP wie der erfolglose Abend gab.

Durch meinen kleinen Urlaub (verlängertes Wochenende - fein, das) hatte ich Gelegenheit, mehr Tagesquests & BGs mit dem Schurken zu machen. Der ist bald ehrfürchtig bei der Shattered Sun Initiative, was ihm ein nettes Hals-Schmuckstück geben wird. Weiterhin habe ich bald genug Ehre gesammelt, um den Nebenhand-Streitkolben der BGs zu bekommen. Dann macht das noch ein wenig mehr Spass. Viel größer wird der Spasszuwachs bei ihm aber nicht mehr sein, fürchte ich. Die ganzen höheren Sachen gibt es ab jetzt nur wieder in Zul'Aman bzw. T5 und höher. Bis zum Addon, also mal wieder, es sei denn es wird sich mal ein ZA-Run finden. Dazu schreibe ich aber nichts mehr.


LOTRO
Gestern gab es den neuen Patch für LOTRO, Buch 13. Wieder einmal 735 MB neuer Spielinhalt, kostenlos. Eine komplett neue Region im eisigen Norden Mittelerdes. Da das Gebiet für Stufe 45+ ausgelegt ist, kommt das bis auf weiteres nicht für mich in Frage, mein Kundiger kratzt gerade an der Stufe 35 und erkundet das bildschöne Evendim.

Ach ja, dazu noch mal ein Bild. Titel: "Size DOES matter". Das ist glaube ich das größte virtuelle Gebäude, das ich in einem MMO gesehen habe.



Noch mal aus der Entfernung bei Tageslicht.



Hui, das ist wirklich groß.

Montag, 21. April 2008

WOW & LOTRO Tagebuch 21.04.2008

World of Warcraft

Nach einem eher zeitlich bedingten Durchhänger in den letzten Wochen aufgrund sehr hoher beruflicher Belastung kommt jetzt die Phase, wo ich WOW sehr entspannt spiele. Etwa 2-3 mal pro Woche logge ich ein, spiele mit meinem Schurken die Tagesquests und logge entspannt wieder aus. Mehr als 1 1/2 bis 2 Stunden habe ich selten Zeit. Doch wenn ich spiele, macht das ziemlich Laune. Nach einem kleinen Endspurt in Battlegrounds hat er seine neue Gladiator-Streitkolbenwaffe in der Haupthand und erfreut sich des hohen DPS-Zuwachses zusammen mit der fetzigen Mungoverzauberung. Nur noch 7000 Ehre und der Spass geht mit einer guten Nebenhandwaffe weiter. Danach werde ich die Schlachtfelder einige Zeit meiden, die sind nur für sehr dickfellige Spieler zu ertragen und dazu gehöre ich nicht. Dauerverlieren zehrt irgendwann an den Nerven.

Die Tagesquests der Shattered Sun Offensive sind sehr launig. Es gibt da über ein Dutzend Quests auf der Insel, mit wechselhaftem Schwierigkeitsgrad sowie die zusätzlichen Quests in und um Shattrah. Die Dämonenkillquests auf der Höllenfeuerhalbinsel lasse ich liegen, die mag ich nicht. Ebenso die doofe Manazellenquest, die kann man nur als Petklasse (Jäger, Hexenmeister) einigermaßen ertragen.

Außer den Tagesquests, die mir das mittlerweile dritte Epicmount für den Schurken finanziert haben (15.000 Gold in etwa 1 Jahr gemacht... das ist wesentlich mehr als in 3 Jahren in der alten Welt) hatte ich noch einmal die Gelegenheit, mit dem Schurken einen Karazhanrun zu machen. Lief gut, alles geschafft in <4 Stunden, sehr entspannter Durchgang.

Herr der Ringe Online
Ab und an logge ich mal morgens eine Stunde bei LOTRO ein oder spiele zusammen mit meiner Frau ein paar Gruppenquests durch. Seit einigen Wochen spiele ich nun schon in den Nordhöhen, die beschäftigen einen schon sehr lange. Im Prinzip kann man von Stufe 20 bis 35 nichts anderes sehen als die Nordhöhen. Dutzende Quests bringen einen dazu hunderte Gegner zu besiegen, die Nordhöhen von oben bis unten kennen zu lernen und bei der ersten "Fraktion" von LOTRO im Ruf zu steigen. Die Waldläufer, welche auch in Evendim, dem Seengebiet vertreten sind, geben zwei sehr nette Gegenstände und haben auch ein fantastisches Handwerkszentrum mit Bank + Briefkasten. Da liegt der Ruhestein in Esteldin schon ganz richtig und es ist immer viel los in der Gegend.

Die Quests und Gebiete von LOTRO sprechen mich immer wieder an. Vor einer Woche habe ich mit meinem nunmehr Stufe 34 Kundigen den langen Weg zum See von Evendim beschritten, wo ein kleines Lager von Waldläufern unterhalten wird. Hier gibt es eines der imposantesten Gebäude, das ich bislang in einem Spiel gesehen habe, eine Brückenstatue von titanischen Ausmaßen. Bild reiche ich mal nach.

Samstag, 12. April 2008

Trophäen & Rüstungsständer

Wie oft stand man vor einem besiegten Gegner und wünschte, man könnte diesen Moment nicht nur auf der Homepage der Gilde festhalten? Bei den Drachen Onyxia und Nefarian gab es noch die Möglichkeit, diese ihres Kopfes zu berauben und diesen dann vor den Toren der Stadt Stormwind aufzuhängen. In WOW dienen allenfalls Waffen und Rüstungen dazu, diese Tat zu dokumentieren. Leider auch nur, bis der nächste Gegner eine bessere Waffe fallen ließ. Irgendwann ist auch das Bankfach voll und komplette Sets werden weggeworfen. Vielleicht deutet noch ein Screenshot auf die Stunden der Arbeit hin, die ein komplettes Set benötigte, meist bleibt aber nur der virtuelle Mülleimer und eine schöne Erinnerung.

Ich würde mich sehr freuen, wenn die Designer von WOW mal erkennen würden, was für ein Potenzial z.B. in Gildenhäusern steckt. Hier könnte man einen Trophäenraum einrichten, der die Köpfe von Onyxia und Nefarian, das Phylakterium von Kel'Thuzad oder den Tentakel von C'thun, die Roben von Kel'Thuzad oder das Haupt von Vashj ausstellt. Daneben würde ich mich als Spieler freuen, wenn ich Rüstungsständer kaufen könnte, also "Holz-Anziehpuppen", die ich im Spiel mit den alten Sets bestücken würde.


Einen Eindruck, wie so was aussehen kann, liefert LOTRO. Anbei zwei Screenshots, die zeigen, was gemeint ist (keiner der Charaktere dort ist meiner, das sind offizielle Screenshots).


Hier erkennt man die Waffen des Gegners einer Instanz. Zwei Handklingen (Gleven), mit denen er dem Wächter der Gruppe zusetzt.

Stolz präsentiert der Zwergenwächter hier die Klingen des besiegten Gegners, die er an der Wand seines Heimes befestigt hat.

Sonntag, 6. April 2008

Sweet Emotion...

Typografie eines Spielers

Wenn ich manchmal im Berufsleben ein wenig durchscheinen lasse, dass ich begeisterter Computerspieler bin, dann ernte ich schon ungläubige Blicke. Mich verwundert dass immer, denn was ist am Spielen anders als am Konsum von TV Serien oder schlechten Romanen? Nichts, außer dass ich in Spielen eine deutlich aktivere Rolle einnehmen kann. Unser ältester Gildenspieler ist 70 Jahre alt. Er spielt mehr an Raids mit als ich (der Glückliche hat halt mehr Zeit). Heroische Instanz als Heiler? Er ist dabei. Damit will ich ausdrücken, dass Spielen jenseits der Altersgrenzen funktioniert.

Electronic Arts hat eine sehr interessante Studie zu Spielern herausgebracht (EA-Studien Band 4: Spielplatz Deutschland - Typologie der Computer- Und Videospieler; Demografie, Freizeit, Konsum; Potenziale des In-Game-Advertising). Keineswegs dominiert der 20jährige 24/7 Zocker, sondern die größten Marktanteile stellen die Freizeitspieler, die in WOW so verfemten "Casuals". Ich kann jedem Spieler, der sich ein wenig für solche Untersuchungen begeistert, die Studie ans Herz legen. Zentraler Punkt der Studie ist aber, wie man Werbung in Spielen machen kann. Denn wir Spieler konsumieren naturgemäß weniger Werbung als Zeitungsleser, Fernsehgucker und Kinozuschauer. Zudem sind viele Spieler mit gutem Einkommen ausgestattet, was wiederum für die Werbebranche attraktiv ist. Doch mit den klassischen Methoden erreicht man sie nicht mehr. Eine Konsequenz der Studie sollte aber auch sein, den Zielgruppen gerechte Spiele zu liefern. Spore statt Civilization oder Supreme Commander, Battlefield Heroes statt Battlefield 2. Und man darf den 5% der Hardcorezocker nicht zu viel Gehör schenken.

Der Auszug der Kanaaniter

Nun, ganz so biblisch ist es zwar nicht, aber dennoch muss ich feststellen, dass es Patch 2.4 nicht geschafft hat, langjährige Spieler zu binden. Bei uns in der Gilde ist die Abwanderung zur Zeit auf hohem Niveau eingetreten. Vornehmlich PvP orientierte Spieler haben ihren Account gekündigt. Grundtenor: Keine Lust mehr am Spiel und 2.4 konnte es auch nicht retten bzw. hat es noch schlimmer gemacht.

Schauen wir uns mal WoW zur Zeit an. Neben den von Tobold so nett "Pseudo-Solospiel" genannten PvP Inhalten, wo 40 Spieler im Alterac oder 10 - 15 in anderen Schlachtfeldern nebeneinander ein absolut unepisches Gefühl des Zergens erfahren und auf unserem PvP Realm keinerlei Chance auf ein gewonnenes Spiel besteht, gibt es fast nur noch Raids und den Gildenfreundeskreis, mit dem man gezielt in Instanzen geht. Und unsere Gilde ist schon eine der größten die es gibt. Ich will gar nicht wissen, wie das bei anderen aussieht. Die Raidgilden des Servers feiern zwar schnelle Erfolge, doch was machen die, wenn die endgültig vor Kael'thas virtuellem Leichnam stehen? Dann droht wieder das Aus, wie beim "Classic WoW" als selbst Naxxramas keine Begeisterungsstürme wecken konnte, weil die Spieler in der Betaversion von TBC schon sehen konnten, was sie erwartet.


Nein, aus meinen bisherigen Prognosen habe ich gelernt. WoW ist weit, weit vom Sterben bedroht. Doch wie lange noch, bis eine kritische Masse an WoW müden Spielern die Server heimlich zum Aussterben bringt? Wurden neue Server geöffnet? Eher nicht, der Trend geht eher zum zusammenlegen. Andererseits kommen durch die neuen Addons + Patches immer wieder so frische Inhalte, die "gerade rechtzeitig" eintrudeln, um größere Spielmüdigkeit zu verhindern. Insofern - nur weil (leider) einige geschätzte Spieler ihren Account niederlegen heißt das noch lange nicht, dass das MMO dem Untergang geweiht ist. WAR wird nicht die Lichtgestalt, denke ich, die sich manch ein PvP Spieler erhofft. Zu viel macht WoW vor, was andere nachmachen müssen. Oder, wenn sie radikal was anderes machen, scheitert es meist an der Finanzierung, Qualitätskontrolle oder Gameplay.

Wichtiger als das Spiel an sich wären mir die Kontakte zu netten Spielern, die ich in WOW gewonnen habe.

Freitag, 4. April 2008

Olifanten...





Im kommenden Patch für LOTRO. Habe ich schon mal gesagt, dass ich die Patchdichte von LOTRO wirklich zu schätzen weiß? Ich verstehe wirklich nicht, wie eine Milliarden-Dollar-Umsatzfabrik wie Blizzard nicht mal ansatzweise so viel Inhalt nachpatcht. Und wenn - ist er nicht immer spielbar (Zul'Aman bleibt weiterhin ausgestorben).

Zitat für den neuen Patch:

An eye for Soloability

With the release of Book 9, Evendim attempted to fill the solo gap for players in their mid-thirties. Noticing the same need in our higher level content, Forochel will provide a mostly solo experience for players from level 44 through 50. With over one hundred new quests and an area similar in size to the North Downs, players willing to dare the cold will have hours of adventures ahead of them in Book 13: Doom of the Last-king.

Sehr schön. Hier lernt LOTRO von WOW, der Singleplayer-Inhalt wird in den Vordergrund gestellt.

Ach ja, nebenbei habe ich das WOW Raidschwierigkeitsproblem gelöst.

Instanzenschwierigkeit für Raids
  • Normal = 40 Spieler dürfen rein, Inhalt ist für 25 Spieler ausgelegt
  • Heroisch = 25 Spieler dürfen rein, Inhalt ist für 25 Spieler ausgelegt

Müsste man nicht mal 5 Zeilen im Quellcode für ändern; Schwierigkeit, Belohnung, etc. bleibt gleich. Helden haben ihre Herausforderung, Casuals haben Spass. Ist das so schwer? Gab es übrigens schon mal, hieß "Stratholme zu zehnt" oder "LBRS zu 15". Bis es rausgepatcht wurde.

Kann mal jemand Tigole rauspatchen?

Mittwoch, 2. April 2008

WOW & LOTRO Tagebuch 02.04.2008

Um die Aprilscherzmanie zu vermeiden, gibt es erst heute einen Blogeintrag. Leider nicht viel zu berichten, da ich letzte Woche auf Dienstreise war. Am Wochenende habe ich ein wenig ausgespannt und nicht so viel WOW & LOTRO gespielt.

World of Warcraft Patch 2.4

Natürlich habe ich mir den neuen Patch angeschaut, 2.4 mit dem Inhalt "Sonnenbrunnen". Es wird an allen Ecken und Enden darüber berichtet, ich gebe mal meinen subjektiven Kommentar.

Wie immer bei neuen Inhalten ist das entsprechend beglückte Gebiet völlig überlaufen, da nach schnellen Erfolgen gierende Spieler neben jenen dauerfarmen, die WOW seit einiger Zeit den Rücken gekehrt und pausiert haben. Trotzdem sind viele der Quests recht geschickt gelöst, so dass man z.B. nicht immer selber etwas töten muss, sondern sich nur in der Nähe eines "Kills" befinden muss. Leider sind auch ein paar der typischen Designschnitzer passiert: Eine Quest verlangt, dass man in dem Gebiet "Bashirs Landeplatz" die Astralmumien tötet, dann erlangt man einen Gegenstand, der einen phasenverschoben werden lässt. In dem Zustand sieht man dann Quest-Truhen, die man öffnen muss. Leider sind diese mit kleinen und für Nahkämpfer sehr nervigen Blitzwürmchen gekoppelt, so dass meist folgendes passiert. Spieler A versucht eine Kiste zu öffnen und greift dazu den Bewacher an, namentlichen Blitzwurm. Spieler B freut sich, denn so kann er die Kiste in Ruhe öffnen (ninjalooten). Unschön...

Die Instanz habe ich mangels Zeit & Lust noch nicht besucht, soll aber schön & kurz sein. Unsere Raidspieler waren in den letzten Wochen auch nicht untätig und haben Lady Vashj besiegt, den Endgegner des Schlangenschreins. Wenn ich mal wieder Zeit habe, hoffe ich auch noch beim Raid mithalten zu können. Allzuviele Sachen sind leider nicht für Jäger gefallen, bzw. ich war einfach nicht dabei, so dass mein Jäger immer noch mit guter Karazhan-Ausstattung herumläuft. Da das Raidbündnis sich mittlerweile auch nach Mount Hyjal & Back Temple wagt, werden die Anforderungen an die Ausstattung immer größer, vermutlich halte ich bald nicht mehr mit.

Ansonsten versuche ich, die Charaktere einigermaßen gleichmäßig zu spielen, ich setze keinen Schwerpunkt mehr. Auch genannt: Entspanntes Twinken. Der Schurke soll genug Ehre in Schlachtfeldern sammeln, um sich die beiden Gladiator-Streitkolben leisten zu können, der Priester sammelt fleißig Marken für Upgrades, genau wie der Jäger. Das Sammeln von Rufq bei der "Shattered Sun Initiative" geht recht fix, so dass die Questbereiche bald leerer sein dürften.

LOTRO

Bei LOTRO, das mir wegen des größeren Angebotes an unbekannten Inhalten zur Zeit mehr Spass bereitet, geht es ganz gut voran. Mein Kundiger kommt mit entspanntem Questen zu Ruf, Erfahrungspunkten und Geld, bald hat er Stufe 33 (von 50) erreicht. Ich versuche, ihn bis zum Herbst auf Stufe 50 zu bringen, da dann das neue Addon "Minen von Moria" erscheinen soll. Hat aber alles Zeit, denn die Spieler werden die neuen Gebiete sicher belagern, dafür sind dann die aktuellen Questgebiete leerer.

Mit Stufe 35 rückt mein erstes Mount in Reichweite, ich bin finanziell ganz gut auf dem Weg dahin, spare aber lieber bis Stufe 40, das es in LOTRO nicht ganz so große Distanzen zu überbrücken gilt und es ausreichende Portfähigkeiten gibt. Mein Kundiger kann sich zum Haus, nach Bree (Menschen-Trait) und an einen weiteren Ort beamen, das reicht fast immer für die wichtigsten Ecken in denen ich spiele.