LOTRO - Buch 12
Buch 12 ist letzte Woche herausgekommen. Der Download war wieder einmal mit mehr Eigeninitiative versehen als bei der Konkurrenz. Zuerst bekommt man einen Link durch das Eingangsmenü, das öffnet eine Download-Website von Codemasters. Hier gibt es einen Link zu einer Torrent-Datei, die man mit einem der üblichen Programme (ich nutze Azureus) dann zum eigentlichen Download startet. 645 MB später liegt der Patch bereit, muss in das LOTRO Hauptverzeichnis kopiert werden und patcht danach erst mal für eine geschlagene Stunde das Hauptprogramm. Könnte man sicher etwas nutzerfreundlicher gestalten, für einen unerfahrenen PC Anwender ist das doch schon eine kleine Hürde.
Startet man das Spiel fällt einem erst einmal auf, dass ein kleines Fenster den Spieler über den Ruf bei Fraktionen informiert. Altbekannte Sache; erledige Quests für die freien Völker und steige im Ruf, das schaltet dann neue Rüstungen usw. frei. Warum sollte LOTRO das nicht auch haben? Ach ja, bevor Schlaumeier jetzt Morgenluft wittern, die Fraktionen gab es schon seit Buch 10 mit dem Evendim-Patch soweit ich weiß, mir fielen sie nur nicht auf, da mein Charakter noch nicht so weit ist.
Von dem neuen Spielinhalt habe ich - im Gegensatz zum legendären Housing-Patch - kaum etwas mitbekommen. Klar, rannten 10 Minuten nach Start die ersten Spieler mit Rucksäcken, Ausgehuniform usw. durch die Gegend, aber es bleibt angenehm dezent, kein Vergleich zu dem "Ich proll mit meinem Bärenmount & den Illidari-Gleven in Shattrah vor der Bank herum" - Getue von WOW. Es fügt sich behutsam in die Landschaft ein, die dezenten Farbtöne lassen das nicht so grell erscheinen wie beim Genrekönig. Eine der neuen Sachen im Buch 12 ist, dass man einige Objekte im Haus jetzt drehen kann. Keine Lust auf Stühle, die 90° an der Wand stehen? Dreht sie auf der Stelle. Ok, nicht weltbewegend, aber immerhin individuell.
Der Kundige hat sich nach Erledigung der Schneiderquest gleich auf die neu erlernten Rezepte gestürzt und ein paar neue Sachen für sich hergestellt. Wieder einmal fällt auf, dass LOTROs Farbenwahl kaum Kasperaden in der Kleidung ermöglichen (bis auf ein paar wirklich unmögliche Hüte). Die dezenten Erdtöne passen gut zueinander. Ich schau die nächsten Tage mal im Spiel nach, ob sich was verändert hat.
WOW - Wochenende des Schurken
Ich habe 3 Charaktere auf Stufe 70, die ich spiele. Der Jäger, welcher im wesentlichen zum farmen und für Raids da ist (Schlangenschrein, Festung der Stürme, Zul'Aman), der Priester, welcher dank guter Craftingsachen und Dropglück fantastisch ausgestattet den Spass seines Lebens in Karazhan hat sowie meinen kleinen Funcharakter, einen Schurken. Letzterer ist allerdings seit BC mein Problemcharakter. Der Schurke hat meines Erachtens nach am wenigsten Liebe bekommen in WOW und andere Klassen (Druiden, Paladine, Schamanen) besitzen dramatisch mehr "Utility" im Spiel als er. Selbst die Stärke der Klasse, der ausgeteilte Schaden, hat sich meines Erachtens nach nicht vernünftig hochskaliert im Spiel. Mir fällt auf, dass deutlich weniger Spieler einen Schurken spielen als zum Ende des alten WOWs.
Das einzige, wo der Schurken in meinen Augen brilliert ist heutzutage der Raidinhalt, wo gezielte Einzelgegner-DPS gefragt ist. Aber hier ist er ein ziemlicher Parasit im Raid, er gibt keinerlei Raidbuff (verglichen mit einem Furorkrieger, Nahkampf-Schamanen oder einem Feraldruiden), ist recht anfällig (wenig HP, kaum Rüstung) und als Nahkämpfer heilintensiv. Klar, ein extrem gut ausgestatteter Schurke mit S2 Gladiatorwaffen, Karazhan/Zul'Aman-Equip und besser wird sich deutlich leichter spielen, aber erst mal da hin kommen.
Nun gut, ich spiele den Schurken trotzdem in meiner verfügbaren Zeit. Das beste Upgrade, das ich mir erwarte, sind die S1 Waffen aus den Schlachtfeldern (ich arbeite auf die beiden Nahkampf-Streitkolben hin), dazu über kurz oder lang Markenbelohnungen aus heroischen Instanzen und Karazhan-Ausrüstung.
Dieses Wochenende hatte ich Glück, eine motivierte und gut ausgerüstete Gildengruppe nahm sich der heroischen Tagesinstanzquest an, den Sklavenunterkünften. Der Run lief glatt, bis auf einen kleinen Wipe bei einem Trashmobpull gingen auch die Bosse ohne Probleme down und so konnten wir Quagmirran, das gefährliche Elementar besiegen. Mein Glück war vollkommen an dem Nachmittag, denn es fielen sehr gute Beinschützer sowie ein Urnether, das keiner dringend brauchte. So konnte ich mir die epische Ingenieursbrille herstellen (teure Materialien, aber die ist es wert!) und ein gutes Upgrade bei Trefferwertung erzielen. Ich will mal versuchen, den weiter in heroischen Instanzen einzusetzen, da ich die ungerne mit dem Jäger mache. In ca. 1-2 Monaten wird der deutlich besser von der Hand gehen, wenn er erst mal bessere Waffen hat.
Neben dem Schurken ging es am Wochenende mal wieder mit dem Priester nach Karazhan. Hier lief der Abend sehr glatt. Alle Bosse, die wir angingen (Attumen, Moroes, Maid, Theater - Rotkäppchen, Kurator, Schach (haha), Prinz Malchezaar) fielen ohne Probleme im ersten Versuch. Wieder eine Menge Marken und ein paar gute Sachen für den Raid. Die Kriegerin meiner Frau freut sich über einen neuen Tankgürtel, die Hexenmeister wurden reich beschenkt und so steigt die Ausrüstung der Truppe langsam aber stetig. Mal schauen, in 2-3 Wochen können wir auch langsam mal in Richtung Zul'Aman schielen. Der Priester macht mir sehr viel Spass, fast mehr als mein Jäger (der in anderen Richtungen Laune bereitet, aber mehr in freier Natur, Schlachtfeldern und großen Raids).
Zuletzt: Immer wieder Freitags versuche ich an Raids teilzunehmen, was unter der Woche wegen zeitlicher Einschränkung schwer für mich ist. Wir haben mit HochastronomIn (unsere Raidleiterin betont immer, wenn wir weibliche Gegner angehen) Solarian in der Festung der Stürme einen neuen Boss versucht. Nach 2-3 Anlaufproblemen lag die Dame dann auch schnell. Ziemlich einfacher Kampf mit drei Phasen. Die Raidallianz hat mittlerweile eine Menge geschafft, im Schlangenschrein stehen wir vor Vashj, in der Festung der Stürme fehlen nur noch A'lar und Kael'thas. Wenn mit 2.4 auch der Schwarze Tempel und Mount Hyjal der breiten Masse geöffnet werden, gibt das noch mal einen guten Schub erlebter Spielinhalt zum Ende von The Burning Crusade hin. Hoffentlich merkt sich Blizzard, was bei den Kunden gut ankommt und was nicht.
TBC macht jetzt deutlich mehr Spass als am Anfang, wo viele künstliche Hürden (Beschränkungen der Instanzenzugänge, Rufbelohnungen zu hoch gehängt, Karazhan-Ausrüstung mit zu geringem Upgrade gegenüber blauen/heroischen Instanzendrops usw.) mir das Spiel vermiesten. Die ganzen (zahlreichen) positiven Ideen, die jetzt einfließen (Markendrops als primäre, selbst frei wählbare Belohnungsquelle, Wegfall der Zugangsbeschränkungen, Schlachtfelder-PvP Belohnungen attraktiv machen) sind sehr motivierend.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen