Montag, 16. Juni 2008

Superhelden MMO

Es gibt ja schon seit vielen Jahren das MMO City of Heroes/Villains. Das habe ich weder probegespielt noch irgendwie tiefer angeschaut. In zahlreichen Blogkommentaren wurde das modulare Charaktererstellungssystem von dem Spiel als besonders herausragend angesehen. Die aufstrebende Firma Cryptic Studios, die vermutlich meinen persönlichen Hoffnungsträger Star Trek Online produziert, hat für 2009 ein Superheldenrollenspiel in petto, heisst Champions Online. Die Grafik sieht auf den Screenshots bislang recht ok aus, bunte und peppige Helden in Spandexanzügen, wenn man sich die Screenshots mal genau anschaut, sieht man hochauflösende Texturen und den im Shooter XIII erstmals (afaik) eingesetzten Cel-Shading Look, also schwarze Umrandungen um die Umrisse der Figuren, um sie wie mit Tusche gezeichnete Comicfiguren aussehen zu lassen. Sicherlich authentischer als der realistische Look und es grenzt sich gut von der cartoonhaften WOW Grafik ab. Einen Teaser-Trailer gibt es auch schon zu dem Spiel. Was mich bei so einem Spiel reizen könnte, wäre die hohe Vielfalt im Charakterdesign, wenn man den City of Heroes Stimmen glauben darf, rennen sich da nur selten zwei Charaktere über den Weg, die ähnlich aussehen. Kein Vergleich zu dem "Endgame" einiger MMOs, wo alle Klassen nur noch in generisch wirkender Ausrüstung und Sets herumwandern. Dazu bieten die Superheldenspiele nach meinem Wissen keinen wesentlichen Fokus auf Ausrüstung, sondern sind eher fertigkeitenbasiert.
Diablo-Itemhatz fällt also flach.

Nun kommt es noch darauf an, ob die Spielwelt voller Gefahren und Superschurken auch interessant gestaltet ist. Das Spiel kommt mal auf die Watchlist, es erscheint mir eher realistisch, dass Champions Online das Licht der Welt erblickt als so manch anderes Projekt. Cryptic Studios hat jetzt auch einen neuen Chef, einen ehemaligen Sony Online Entertainment Business Director. Ob das allerdings was gutes ist, kann ich nicht beurteilen, SOE wurde ja mit seiner Designpolitik ziemlich abgestraft. Doch es ist schon mal wichtig, einen wirtschaftlich kompetenten Chef zu haben und John Needham scheint zumindest das Businesswissen mitzubringen.

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