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Samstag, 17. Januar 2009

Steampunk

Eine der Ursachen für den mittelmäßigen Erfolg von Age of Conan und Warhammer im letzten Jahr ist neben handwerklichen Schwächen (Endgame, Qualität) in meinen Augen auch die mangelnde Differenzierung des Spielweltthemas.

  • World of Warcraft - Cartoon Fantasy
  • Lord of the Rings Online - High Fantasy
  • Warhammer - Cartoon Fantasy
  • Age of Conan - Dark Fantasy* (siehe unten)

Merkt ihr was? Fantasy ist das zugrunde liegende Thema. Orks, Elben, Zwerge. Die großen Rollenspielhoffnungen der Zukunft setzen auf Science Fiction: Star Trek Online und Star Wars Old Republic und Jumpgate Evolution. Das von MMORPG.com Lesern ausgezeichnete Darkfall wird vermutlich ein reines Nischenprodukt für Hardcore PvP Spieler. Spielwelt und Figuren sehen in meinen Augen austauschbar aus.

Science Fiction bietet natürlich die Möglichkeiten, die Fantasy hat in Form von übernatürlichen Fähigkeiten, seien es die Jedis aus Star Wars, biotische Superkräfte in Mass Effect oder T'Pols übernatürlicher Charme in Star Trek Enterprise. Leider braucht es viel Aufwand, eine neue glaubhafte Science Fiction Welt zum Leben zu erwecken, Mass Effect ist hier seit langen Jahren der beste Ansatz.

Welche Welten bleiben den Entwicklern noch, wenn in 2-3 Jahren die hoch erwarteten, mit Lizenzen unterfütterten Spiele auf den Markt kommen? Sollte Blizzard noch zusätzlich StarCraft Online oder Worlds of StarCraft auf den Markt werfen, dann ist SciFi, das lange vernachlässigt wurde, auf einen Schlag der neue Star am Himmel und der Markt vollkommen gesättigt, so dass Me-Too-Produkte keine echte Chance haben werden. Gibt es keine weiteren Welten mehr, keine Themen, die abgedeckt werden können?

Natürlich gibt es noch viel mehr, nur unsere Vorstellung limitiert die möglichen Welten. Themen, die bereits erfolgreich in Singleplayer-Spielen, Romanen und P&P Spielen erkundet worden, sind: Endzeit, Archaisches Zeitalter (*wo man auch Age of Conan zu zählen könnte) und ... Steampunk. Endzeit oder Postapokalypse wurde bereits letztes Jahr mit dem hervorragenden Fallout 3 wieder Tribut gezollt, zum Archaischen Zeitalter könnte man AoC zählen. Doch... Steampunk? Die Anzahl der gelungenen Spiele zu dem Thema ist sehr gering. Scheinbar ist das kein Thema, das viele Spieler reizt. Die besten Videospiele zum Thema Steampunk sind gewesen:


Demnächst kommt noch ein Shooter von Codemasters auf den Markt, der heisst Damnation. Die bisherigen Bilder sind ganz ok, leider eben "nur" ein Shooter, wo man keine richtige Chance hat, in die Welt einzutauchen.


Ich denke, als übernächste MMO Welle kommt Steampunk, nachdem Fantasy & SciFi abgegrast sind. Würde mich sicher reizen.

Sonntag, 29. Juni 2008

Autofirmen stellen Spiele her

Volkswagen, der Hersteller solch beliebter Modellreihen wie Polo, Golf und Passat will jetzt den Gamemarkt erobern. Der Pressesprecher sagt dazu: "Hey, wenn andere Firmen seit Jahren nur neue Modellreihen ihrer Spiele auf den Markt bringen und diese Spiele alleine den Erfolg ausmachen, dann können wir das auch. Da haben wir jahrzehntelange Erfahrung mit."

Tatsächlich war WoW so etwas wie das "SUV Phänomen" der Spieleära, wenn man Autos und Spiele vergleichen will. Und natürlich hat weder ein Pressesprecher den Satz oben gesagt, noch plant VW natürlich, den Spielemarkt aufzumischen. Doch inwieweit unterscheiden sich moderne Medien heutzutage noch von den Praktiken der Automobilkonzerne? Ich behaupte: Fast gar nicht und das zeigt, wie weit der Spielemarkt mittlerweile professionalisiert ist. Die großen Firmen haben mit ihren Marken den Markt besetzt, es ist deutlich sicherer, Neuaufgüsse von Diablo, StarCraft, NHL, FIFA, Grand Theft Auto, Need For Speed und und und zu machen, als ein neues Spiel zu wagen oder gar eine Innovation zu ersinnen. Zurück zum WOW Beispiel, das Spiel hat einen bestehenden Markt (MMOs) zum richtigen Zeitpunkt für eine breite Spielerschaft geöffnet, genau wie einige Autohersteller vor ca. 8 Jahren den Markt mit ihren Sprit schluckenden 2,5 Tonnen-Automonstern überschwemmt haben, um Zahnarztgattinen, Fußballspieler und Rechtsanwälte mit Land Rovern, Q7s, X5s, MLKs, XC90s und Cayennes glücklich zu machen. Nun sind diese behäbigen Boliden auf dem Markt, trinken Sprit wie nichts gutes und die Besitzer fragen sich, ob der nächste Wagen auch wieder so eine Riesenkarre werden wird. Was ist der ultimative SUV Killer bei steigenden Spritpreisen? Der Lexus RX 400h oder vergleichbare Wagen? Auf Spiele übertragen, wenn eine der erfolgreichsten Companies im Spielesektor, namentlich Blizzard seit über 10 Jahren genau 3 Franchises bedient, nämlich WarCraft, StarCraft und Diablo, was kann sie dann machen, um einen frischen Wind ins Portfolio zu wehen? Nach gängiger Betriebswirtschaftslehre sind StarCraft 2 und Diablo 3 nichts anderes als Produktvariationen bzw. Neuauflagen, welche lediglich den gleichen Markt eines Produktes bedienen und den Produktlebenszyklus erneuern.

Um eine Erweiterung des Marktes bzw. den Eintritt in einen neuen Markt zu erreichen, muss eine Firma genau das machen, was Blizzard mit WOW machte. Mal sehen, wann uns die nächste echte Neuerung ereilt? Selbst der Innovationsbolzen Spore ist keine "echte" Innovation, sondern eine Erweiterung bestehender Mechanismen; eigentlich eine Verlängerung von Civilization in die Evolutionsphase und die Universumphase.

Montag, 16. Juni 2008

Superhelden MMO

Es gibt ja schon seit vielen Jahren das MMO City of Heroes/Villains. Das habe ich weder probegespielt noch irgendwie tiefer angeschaut. In zahlreichen Blogkommentaren wurde das modulare Charaktererstellungssystem von dem Spiel als besonders herausragend angesehen. Die aufstrebende Firma Cryptic Studios, die vermutlich meinen persönlichen Hoffnungsträger Star Trek Online produziert, hat für 2009 ein Superheldenrollenspiel in petto, heisst Champions Online. Die Grafik sieht auf den Screenshots bislang recht ok aus, bunte und peppige Helden in Spandexanzügen, wenn man sich die Screenshots mal genau anschaut, sieht man hochauflösende Texturen und den im Shooter XIII erstmals (afaik) eingesetzten Cel-Shading Look, also schwarze Umrandungen um die Umrisse der Figuren, um sie wie mit Tusche gezeichnete Comicfiguren aussehen zu lassen. Sicherlich authentischer als der realistische Look und es grenzt sich gut von der cartoonhaften WOW Grafik ab. Einen Teaser-Trailer gibt es auch schon zu dem Spiel. Was mich bei so einem Spiel reizen könnte, wäre die hohe Vielfalt im Charakterdesign, wenn man den City of Heroes Stimmen glauben darf, rennen sich da nur selten zwei Charaktere über den Weg, die ähnlich aussehen. Kein Vergleich zu dem "Endgame" einiger MMOs, wo alle Klassen nur noch in generisch wirkender Ausrüstung und Sets herumwandern. Dazu bieten die Superheldenspiele nach meinem Wissen keinen wesentlichen Fokus auf Ausrüstung, sondern sind eher fertigkeitenbasiert.
Diablo-Itemhatz fällt also flach.

Nun kommt es noch darauf an, ob die Spielwelt voller Gefahren und Superschurken auch interessant gestaltet ist. Das Spiel kommt mal auf die Watchlist, es erscheint mir eher realistisch, dass Champions Online das Licht der Welt erblickt als so manch anderes Projekt. Cryptic Studios hat jetzt auch einen neuen Chef, einen ehemaligen Sony Online Entertainment Business Director. Ob das allerdings was gutes ist, kann ich nicht beurteilen, SOE wurde ja mit seiner Designpolitik ziemlich abgestraft. Doch es ist schon mal wichtig, einen wirtschaftlich kompetenten Chef zu haben und John Needham scheint zumindest das Businesswissen mitzubringen.

Freitag, 9. Mai 2008

Preisstruktur von MMOs + Spielen

Die Preise von Spielen sind seit je her in der Diskussion gewesen. Eines der gängigsten Argumente war, dass hohe Preise Raubkopien fördern. Ich persönlich glaube, dass man sich etwas leisten sollte, wenn man es haben möchte. Für Spiele, die nicht auf der A-Liste stehen, gibt es ja immer noch die Zweitverwertung als Gold-Bundle oder als Classic-Budgetversion. So wäre ich z.B. zum Kauf von GTA IV motiviert, wenn es mal für 25 EUR angeboten wird, vorher eher nicht.

Bei MMOs sind die Preise noch wichtiger, hier spielt man sehr lange an einem Spiel und die Monatsgebühr finanziert Server, Wartung und neue Inhalts-Patches. Die genialste Idee seit vielen Jahren hat sich Turbine / Codemasters einfallen lassen: Die Gründeroption, bei der man ca. 12 - 14 Monatsraten im voraus bezahlt und dann "lebenslang" (bezogen auf den Lebenszyklus des Spiels, nicht des Spielers) frei spielen kann und sich nur neue Addons kaufen muss. Angesichts der Option werden langfristig orientierte Spieler belohnt und kurzfristig denkende Spieler zu den normalen Bezahloptionen Gamecard, 1, 3 6 Monatsabo gebracht.

Bei dem neuen Spiel von Funcom, Age of Conan, sind nun die Preise bekannt gegeben worden. Aufgrund des hohen USD/EUR Wechselkurses zahlen Europäer deutlich mehr für gleiche Leistung (meist noch etwas schlechteren Service, US Server bekommen Inhaltspatches häufig schneller, erhalten mehr Aufmerksamkeit durch die Entwickler usw.). Aufgrund des recht hohen Preises von 15,99 EUR pro Monat im 1-Monatsabo sehe ich keine Chance, dass ich mir das Spiel hole oder es probiere. Bei einer Gründeroption für 150 EUR oder so wäre ich vielleicht schwach geworden, ebenfalls bei einem Modell, wo ich nach gespielter Zeit bezahle (und das bei geringem Spielvolumen auch deutlich günstiger sein sollte als eine Monatsrate bei gleicher Spielzeit).

Insofern - letzte Chance vertan, mich für Age of Conan zu interessieren. An dieser Stelle möchte ich noch mal an die Hersteller appellieren, mal mehr zu wagen und die konservativen Wege zu verlassen. Battlefield Heroes macht es mit seinem genialen Konzept vor. Kostenloses Spiel, Micropayments für Extrainhalte (z.B. neue Kostüme, werbefreier Client usw.). EA hat den Zug der Zeit erkannt und startet hier einen potenziell sehr erfolgreichen Testballon.

Ein letzter Kommentar zum Thema: Schamlose Abzocke sind die Preise von dem Guitar Hero ähnlichen Spiel "Rock Star". Vergleicht man bei Amazon.com und Amazon.de die Preise für XBOX 360, wird einem schlecht.

US Preis: $160 (game + controllers)
EU Preis: $384 (game: $112, controller: $272)
bei einem Wechselkurs von 1.6

Es gibt dieses Spiel noch nicht mal als preisreduziertes Bundle, man muss tatsächlich beide Pakete separat kaufen. In meinen Augen eine Unverschämtheit. Da bleibe ich bei Guitar Hero, bei dem sowieso bald Guitar Hero: Aerosmith rauskommen wird.

Donnerstag, 8. Mai 2008

Schönheit von Spielen

Schönheit liegt im Auge des Betrachters, sagt man landläufig. Spiele als eigenes Medium der Unterhaltung, ja Kunst, sind durch Kunststile beeinflusst, leben von der Kreativität und dem Können der Grafiker, Landschafts- und Charakterdesigner und letztlich limitiert durch Technik. Wo wir vor 20 Jahren noch die abstrakten ein- oder vierfarbigen Level eines Donkey Kong betrachteten, so ist nun fotorealistische Grafik möglich wie in Crysis. Dazwischen liegen viele Jahre technischer Entwicklung. Ich habe in jeder Phase der graphischen Entwicklung Spiele gehabt, die ich schön fand und andere, wo mir die Grafik nicht lag. Einer der Kunstgriffe, den Grafiker schon immer genutzt haben, ist die Umgehung der technischen Restriktionen (Auflösung, Farbanzahl, Texturgröße usw.) durch Reduzierung der Grafik auf Cartoonstil. Selbst in Zeiten, wo Grafikkarten fotorealistische Grafik ermöglichen, wird dieses Mittel der Abstraktion genutzt, als Beispiele nenne ich mal Team Fortress 2 vs. Crysis oder in Zukunft Battlefield Heroes vs. Battlefield 2142 (Screenshots © EA):


Battlefield Heroes



Battlefield 2141

Genauso kann man über die Verwendung der Grafik in MMOs diskutieren, dabei wird die reine Betrachtung eines Screenshots natürlich nie der ganzen Reihe von Faktoren gerecht, die das ganzheitliche Spielerlebnis ausmachen, also der Kombination aus Grafik, Animation, Soundkulisse, Musik und Spielgefühl. WoW spielt sich äußerst flüssig, hat ausgezeichnete, liebevolle Animation (/flex bei weiblichen Gnomen ist furchtbar putzig) und verwendet gut gestreute Soundeffekte und Sprecher für kleine Zwischentexte (Wer noch nie die Rochenfang-Quest im Schergrat gemacht hat und von Kathie mit einem lieb-dominanten "Hinfort, hinfort" verabschiedet wurde, der kommt dem Nirvana nicht näher).

LOTRO lebt von einer Grafik, die in den Regionen der Freien Völker märchenhaft schön ist, ohne jedoch den Pfad des Realismus allzusehr zu verlassen. WoW baut auf die stimmige Comicwelt, welche eine direkte Fortführung von WarCraft I, II und besonders III ist. Zudem ist diese deutlich Ressourcen schonender und lässt sich leichter animieren, indem Animationen übertrieben worden sind. Spiele, die den realistischen Look anstreben, haben es schwer, da wir alle automatisch die Bewegungen der virtuellen Charaktere mit der Realität vergleichen und ganz natürlich kleinste Unstimmigkeiten bemerken und als unecht benennen.


Es fällt schwer, diesen Blogeintrag zu einem runden Ende zu bringen, ich könnte noch seitenlang schreiben über Spielehistorie, die kleinen, feinen Details verschiedener Spiele was eine gute Grafik ausmachen kann und was nicht. Selbst Spiele mit fantastischer Grafik können seelenlos wirken, wenn der Betrachter das Gefühl hat, die Welt lebt nicht. Ach, da bin ich wieder bei GTA IV gelandet, der Welt, die atmen und leben soll. Komplexes Thema.

Vielleicht führe ich das mal fort.

Samstag, 12. Januar 2008

Und ewig lockt das Weib

Seitdem ich PC Spiele spiele, spiele ich, wenn ich im Spiel das Geschlecht auswählen kann, männliche Charaktere. Ich bevorzuge dabei nicht-menschliche Wesen. Bei Elder Scrolls: Daggerfall ein Elf, bei Elder Scrolls: Morrowind ein Nachtelf, in Elder Scrolls: Oblivion war es ein Khajit (Katzenwesen). In vielen Rollenspielen nehme ich auch Zwerge als Rasse, weil ich die stoischen, leicht mürrischen, aber im Herzen doch guten Graubärte einfach als Rassenkonzeption mag. Doch... immer Männer. Als die Trailervideos zu WoW eintrudelten, war ich vom Zwerg, der mit seinem Bär sich dem eisigen Wind Dun Moroghs entgegen stemmte, begeistert. Mürrisch, entschlossen, mit einem treuen Begleiter. Fantastisch! Keine Frage, dass ich diesen männlichen Zwerg nehmen würde.

Auch die anderen Charaktere, die ich über die Jahre in WoW aufgebaut habe und aufbauen werde, sind Männer. Wieso? Ich glaube, auch wenn ich genug "Eskapismus" aufbringe, um in einer fantastischen Welt eine fiktive Rasse zu spielen, so reicht der Wunsch, eine andere Rolle einzunehmen, noch nicht so weit, auch das Geschlecht zu wechseln.

Bei meiner Gilde spielen die meisten Frauen weibliche Charaktere, sehr viele davon die äußerst putzigen Gnome oder anmutigen Nachtelfen. Eher selten spiele Frauen menschliche Frauen. Viele männliche Spieler bleiben bei männlichen Charakteren, Zwerge, Menschen und Gnome, zu gewissem Grad auch Nachtelfen. Doch... es gibt auch *sie*. Die Männer mit den blonden Menschenfrauen. Die Männer, die der Versuchung nicht widerstehen können, Stunde um Stunde auf den wohlgeformten Pixelpo eines weiblichen Chars zu starren. Die eine blonde Blondine spielen. Oder eine anmutige Nachtelfe.

Eine Sache fällt mir dabei auf... wenn *diese* Männer einen weiblichen Char spielen, ist es fast immer eine menschliche Frau.


Outet euch! Was ist euer Begehr dabei, eine Menschenfrau zu spielen? Was treibt euch an?

Donnerstag, 10. Januar 2008

Next Gen Raiding

Die Ideen und Konzepte spuken bei mir schon seit einiger Zeit im Kopf herum, ab und an habe ich die auch mal in Gesprächen mit Mitspielern oder Chats diskutiert. Was stört an Raids zur Zeit?

1. Zeiteinsatz
Die Raids laufen immer nach dem gleichen Schema ab. Erst werden X Gruppen an Gegnern beseitigt, dann der Raum / Bereich um den Bossgegner gesichert, dann wird der Boss angegangen. Der sogenannte Trash ist ein Zeitfresser ohne Ende und meist nur nervig, da er weder storyrelevant ist noch besonders attraktiv ist, was Beute betrifft. Beliebt waren schon immer die Raidinstanzen, wo das Verhältnis Bossgegner : Trash etwa 1 : 3 oder 1 : 4 betraf. Besonders positiv stach Pechschwingenhort hervor, besonders negativ Naxxramas und Ahn'Qiraj, zur Zeit sind es bei mir der Schlangenschrein (SSC) und die Festung der Stürme (FdS). Jedesmal verschwendet man 1 - 1 1/2 Stunden Zeit, um überhaupt beim Bossgegner vorstellig zu werden.

Verbesserungsideen:

a) Mehr Minibosse einführen. 1 - 2 Trashmobgruppen, dann ein Miniboss mit guter Beute, dann ein echter Boss. Konzept für Beute s.u.
b) Kein Respawn von Trash für mindestens 8 Stunden.

2. Beute
Die meisten Raidspieler sind in WoW durch Beute motiviert. Es gibt leider keine packende Geschichte oder eine besondere Belohnung, alle wollen nur die shiny epics, die der Boss beinhaltet. Die ersten Diskussionen kommen auf, dass Gegner XYZ ausgelassen werden sollte, da seine Beute keinen mehr interessiert. Zudem, seit 3 Jahren ärgern sich Spieler darüber, dass fast nie das fällt, was man brauchen könnte.

Verbesserungsvorschlag:
a) Trash, Minibosse (s.o.), Bossgegner und Endgegner geben Token + Ruf. Der Ruf ist gekoppelt an eine storygebundene Instanzenfraktion. Mit steigendem Ruf passiert folgendes:
  • Rufstufen schalten Rüstungen und Waffen frei, so ähnlich wie bei PvP: Freundlich = blaue Rüstungsgegenstände. Wohlwollend = blaue Waffen + Rezepte. Respektvoll = epische Rüstungsgegenstände. Ehrfürchtig = epische Waffen + Rezepte
  • Tokens können je nach Rufstufe gegen die o.a. Sachen eingetauscht werden (analog zu den Heroic badges der Instanzen zur Zeit.
b) Bosse/Endbosse droppen zusätzlich Questgegenstände, die an die Story gebunden sind (beschaffe mir das Auge von...). Die Questgegenstände geben nach Klasse bestimmte Gegenstände aus einem breiten Repertoire.

c) Die Bosse besitzen in ihren Kisten weiterhin noch seltene Gegenstände, die nicht durch die normal Kombination von Token + Ruf zu erlangen sind.

So sind Spieler langfristig motiviert, in Instanzen zu gehen, bekommen auch bei uninteressanten Gegner Belohnungen und steigen langsam aber sicher auf. Weitere Motivation ist, dass die frei wählbare Ausrüstung dem Wunsch des Spielers entgegen kommt, sich mit seinen Basisausstattungen auszurüsten.

3. Schwierigkeit
Bei den meisten Raidspielern gilt die Formel Zeit = Erfolg. Dennoch gibt es einige Spieler, für die die Anforderungen der Raidinstanzen auch mit guter Ausstattung nicht zu schaffen ist oder bestimmte Gruppenkombinationen, die den Erfolg sehr schwer machen. Alles wird getrimmt auf Effizienz, bestimmte Klassenkombinationen, Skillungen usw.

Verbesserungsidee:
Die Instanz in mehrere Schwierigkeitsgraden anbieten (Leicht/Mittel/Schwer), so dass man mit vielen neuen Spielern, zufällig zusammengestellten Gruppen oder Charakteren mit unterdurchschnittlicher Ausstattung genauso Erfolgserlebnisse erzielen kann und dennoch einer Elitetruppe mit exzellenten Spielern entsprechende Herausforderungen und zur Belohnung Statussymbole bieten kann. Fast jedes andere Solospiel bietet diese Option, warum kein MMOPG?

Dienstag, 6. November 2007

Rollenspiele auf der XBOX 360

Tobold schrieb vor einiger Zeit, dass er sich nur schwer vorstellen könnte, Rollenspiele wie WOW auf Konsolen zu spielen. Tatsächlich gibt es aber bereits einige Rollenspiele, die man auf der XBOX spielen kann. Zuerst führe ich die Vertreter der westlichen Rollenspiel auf. Da wäre als erstes in meinen Augen Oblivion zu nennen, das zeitgleich mit der PC Version erschienen ist. Das Spiel kann ich beurteilen, da ich es auf der XBOX fast komplett durchgespielt habe. Grafisch zeigt sich Oblivion von seiner guten Seite, die Next Gen Grafik sieht beeindruckend aus, ruckelt kaum und macht auf einem 16:9 Fernseher (kein HD) ein gutes Bild. Die Steuerung ist natürlich so eine Sache, die tiefen Menüs sind für den XBOX Controller optimiert und dementsprechend lange Listen, durch die man sich durchscrollen muss. Dennoch, mir hat das Spiel sehr gut gefallen, die Klangkulisse ist an 5.1 Anlagen angepasst und die Spielmechanik gefällt mir bereits seit den ersten Elder Scrolls Spielen.

Das zweite Rollenspiel, das ich auf der XBOX 360 gespielt habe, war der Klassiker Jade Empire das noch für die alte XBOX erschienen ist. Ein sehr gutes Spiel, das dank Kompatibilitätspatch (XBOX Live Zugang zum Patchen benötigt) auch auf der XBOX 360 läuft. Leider nur in 4:3 so dass ich ständig meinen Fernseher von 16:9 Breitbild auf 4:3 umstellen muss. Über Jade Empire braucht man nicht viele Worte zu verlieren, eine sehr gute Welt (chinesisches Fantasy-Kaiserreich) mit typischem Bioware-Tiefgang in Story und Charakteren. Ich werde das Spiel zu gegebener Zeit mal mit einem anderen Charakter durchspielen, um die "dunkle Seite der Macht" zu erkunden. Die actionreichen, dennoch taktischen Kämpfe kann man übrigens auf "Leicht" stellen, wenn die einem zu hektisch oder anspruchsvoll sind. Einige der Bosskämpfe (Elefantendämonen, Arena-Großmeister) konnte ich nur auf der Stufe schaffen.

Neben den westlichen Rollenspielen startet die XBOX 360 auch mit den ersten Japano-Rollenspielen im Final Fantasy Stil. Ich habe zwei Demos spielen können, einmal Blue Dragon, das schon sehr nah an FFVII dran ist, bis auf die etwas zu kindlichen Charaktere, dann habe ich mal Eternal Sonata Probe gespielt. Letzteres sehe ich eher für Kinder und junge Jugendliche an, aber denen könnte das richtig gut gefallen. Bildschöne Grafik, nette Mangagesichter und zuckersüßes Szenario.

Wie steht es um Online-Rollenspiele? Bei denen ist es auf Konsolen eher schwer, diese vernünftig umzusetzen, da die Spieler nicht nur spielen wollen, sondern eben auch kommunizieren. Ich denke, Microsoft hat sich was dabei gedacht, als sie die an den Controller andockbare Tastatur erschaffen haben. Mit so einer Tastatur ausgestattet, gibt es gar keinen Grund mehr, warum man nicht ein MMORPG wie WOW für die XBOX 360 herausbringt.

Donnerstag, 23. August 2007

Kommende Spiele: MMORPGs

Leider, leider, konnte ich diese Wochenende nicht zur die Spielewelt beherrschenden Games Convention nach Leipzig. Vielleicht trage ich mir das mal nächstes Jahr in den Kalender, da könnte ja schon eine spielbare Version von Star Trek Online dabei sein? Elegante Überleitung zum Thema, nicht wahr?

MMORPGs - welch sperriger Begriff. Massive Multiplayer Online Roleplaying Games. Ich denke, über mittel bis lang wird sich Onlinegames als einziger Begriff herausbilden, vielleicht sogar als einzige Sparte. Klassische Solo-Rollenspiele werden immer weniger, außer Bioware und Bethesda gibt es kaum noch Firmen, die so was herausbringen, von dem JoWood/Piranha Games Desaster will ich mal nicht sprechen. Sind klassische Singleplayer Rollenspiele tot? Nun gut, neben der Elder Scrolls Reihe (Oblivion als letzter Release) und den fantastischen Spielen von Bioware (Baldurs Gate I + II, Knights of the Old Republic I + II, Jade Empire, jetzt angekündigt: Mass Effect Teil I von vermutlich III sowie das Spiel Dragon Age) gibt es nicht mehr viele Spiele, die nicht zumindest eine Onlineoption haben.

Weiterhin stellen selbst "kleine" Verkäufe an MMOPGs (LOTRO wird vermutlich weniger als 1 Mio zahlende Kunden / Gründerkunden haben, ist meine Vermutung) immer noch ein sehr erfolgreiches Geschäft dar, der Anteil an Raubkopien in dem Bereich ist wegen der Accountanmeldung sehr gering. Die Serverkosten sind geringer als noch vor 5-10 Jahren und der Programmierer-/Grafiker-/Designerstamm im Unternehmen wird durch Patches und künftige Addons optimal ausgelastet. Spieler, die das Hauptspiel spielen, werden sich bestimmt zu 90% auch ein Addon kaufen.

Insofern ist es kein Wunder, dass die Spiele, die zur Zeit am meisten Aufsehen erregen, MMOPGs sind. Warhammer: Assault Reckoning (WAR), Age of Conan (AoC), Tabula Rasa (TR), Pirates of the Burning Sea (PotBS), Gods and Heroes (GaH), Aion, Stargate Worlds... die Liste der kommenden Spiele ist sehr lang.

Einige Spiele davon werden vermutlich wie eine Bombe einschlagen (WAR), einen guten Start in ihrer Nische haben (AoC, TR, PotBS), bei einigen bin ich zumindest für Europa skeptisch (Aion, was aber sicher in Asien genug grindophile Spieler haben wird). Was auch sehr populär geworden ist, sind Lizenz-Franchises, kaum ein Spiel wagt eigene Welten, ein paar setzen auf bekannte Themen und wandeln historische Vorlagen ab.

Franchises: WOW, WAR, AoC, Stargate Worlds, Star Trek Online
Eigene Welt: Tabula Rasa, Aion
Pseudo-Historisch: PotBS, GaH

Im Laufe der nächsten Blogs will ich mal diese Spiele ein wenig beleuchten. Spielen werde ich von denen selber vermutlich keins, dazu fehlt neben WOW und LOTRO sowie den anderen Spielen einfach die Zeit.

Donnerstag, 25. Januar 2007

Star Trek online

Ich spiele leidenschaftlich gerne World of Warcraft. Die Grafik, das Gameplay, die sehr gute Zugänglichkeit und das Gefühl, auch ohne mit dem Spiel verheiratet zu sein, Fortschritte zu erzielen, sind einfach klasse. Auch die Expansion "The Burning Crusade" macht bislang richtig Laune, Grafik und Quests sind überwiegend gut bis sehr gut. Ich bin ziemlich sicher, dass ich noch geschätzte 2, vielleicht 3 Jahre spielen werde, solange entsprechende Addons kommen und das Spiel nicht in der Raidmaschinerie wie bislang versumpft, wo man endlos die gleiche Instanz abfarmen muss, um graduelle Verbesserungen zu erhalten.

Was ich natürlich auch mache, ist, nach anderen MMORPGs Ausschau zu halten. Mir gefällt der Gedanke, Freunde, die ich jetzt in WOW kennen gelernt habe, auch in anderen Spielen wieder zu treffen. Vor allem, da wir uns auch schon im echten Leben getroffen haben, was die soziale Bindung deutlich erhöht.

Zur Zeit habe ich zwei weitere MMOPG Spiele auch meiner "Watchlist". Das erste will ich heute vorstellen.

Star Trek Online.
Ich liebe die Serien, ihre Charaktere, Herausforderungen, das "Techno-Gebabbel" der Ingenieure, die taktischen Manöver der Captains und die Vielzahl an Spezies, welche im Star Trek Universum existiert. Mir gefällt die Philosophie der Serie und wie die Charaktere dies umsetzen. Es heisst ja, man mag entweder Star Trek oder Star Wars. Star Wars ist toll, ohne Frage. Es ist in meinen Augen ein Fantasymärchen im Weltall. Bloß, Star Wars zu spielen (wie Star Wars Galaxies) macht mir vom Gefühl her keinen Spass. Die Welt ist zu generisch, aufgeteilt in "Themenplaneten" und alles hängt zu sehr an der Hauptstory und den wenigen Helden, welche das Schicksal des Universums entscheiden. Bei Star Trek hat man eher das Gefühl, auch in "Nebenrollen" etwas beitragen zu können. Man muss nicht Kirk oder Picard sein, um das Weltall zu erforschen. Ein Arzt wie Dr. Bashir kann auf einer Raumstation kann Großes bewirken, ein Sicherheitsoffizier in einer brenzligen Lage Heldentaten leisten.

Eines der jüngsten Interviews zu STO hat enthüllt, was sich die Designer vorstellen. STO soll ein reinrassiges MMORPG werden. Das ist mir recht. Statt einer "Nerdshow", also einer hochkomplexen Simulation eines Raumschiffes mit unzähligen Schaltflächen, Panels und Prozeduren sowie einer eher textlastigen Welt, welche sehr viel Wert auf Rollenspiel legt, soll der Fokus auf dem Spielcharakter liegen. Zwar werden viele der sehr in den Hintergrund verliebten Trekker sicher enttäuscht sein, aber ich denke, aus kommerzieller Sicht haben die Designer genau die richtige Entscheidung getroffen. Um heute als MMORPG erfolgreich zu sein, reicht es nicht aus, einfach nur einen großen Namen zu haben und ein Genre zu vertreten, die Spieler erwarten eine Beachtung der durch EQ, SWG und WOW gesetzten Standards. Herr der Ringe Online (LOTRO) richtet sich an dem Maßstab aus, den WOW gesetzt hat. Ich prophezeihe LOTRO einen deutlich besseren Markterfolg als z.B. Vanguard, das zu wenig zugänglich, zu sehr ein Grinder geworden ist. Wenn Star Trek Online es schafft, die Zugänglichkeit und auch die Führung des Spielers zu gewährleisten, eine einfach zu lernende und ohne größeren Aufwand zu meisternde Bedienung besitzt, dann hat es die Chancen, das nächste große MMORPG zu werden. Zwar sind, so glaube ich, tendenziell mehr Spieler an Fantasy statt an SciFi interessiert, aber alleine die große Star Trek Fangemeinde sollte für 1 - 2 Millionen Erstspieler sorgen.

Ich stelle mir bei dem Spiel vor, dass man zuerst in einer Stadt auf dem Planeten seiner Spezies startet (Menschen: San Francisco), dort zum örtlichen Starfleet Rekrutierungsbüro geht und sich dann für eine Karriere als Sternenflottenmitglied entscheiden kann. In der Grundausbildung erfährt man dann mittels einiger Quests (Missionen), wie man technische Probleme löst, Bodenkampf und Raumschiffkampf absolviert (da wird sicher ein Holo-Simulator zum Einsatz kommen), dann lernt man Grundlagen der Xenobiologie, Medizin und dergleichen mehr. Zum Schluss der Ausbildung an der Akademie kann man sich dann für eine Fachrichtung entscheiden und wird als neuer, hoffnungsvoller Kadett zu den "Missions-Hubs" entsendet, in diesem Fall Raumschiffen der Galaxy- oder Sovereign-Klasse. Dort startet man mit seinem eigenen Shuttle, um Erkundungen, Patrouillien oder Begleitmissionen zu machen und das Leben nimmt seinen Gang.

All das und mehr stelle ich mir in Gedanken vor, zusammen mit dem tollen Look der Serie und den vertrauten Geräuschen (Kommunikator, Tricorder, zischende Türen und Panels usw.).

Wenn STO nicht total fehldesignt sein wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass ich es mir kaufe und es WOW verdrängt. Hoffen wir das Beste!

Live long and prosper.

Samstag, 6. Januar 2007

2 Jahre World of Warcraft - Teil 1

Wenn die lang ersehnte Erweiterung startet, werden die meisten Spieler genau 2 Jahre das Spiel gespielt haben. Für viele von ihnen wird dies das erste Spiel sein, das sie so lange am Stück gespielt haben, denke ich. Bei mir haben es auch wenig Spiele jemals geschafft, sich so lange zu halten, selbst die modernen Spiele, welche durch Addons oder kostenlosen Inhalt zum Download (Mods etc.) die Spielbarkeit erhöhen, schaffen es kaum, einen über ein Jahr hinaus zu fesseln. Wie ist das bei World of Warcraft möglich?

Nun, zuerst kommt der Faktor, der dem Spiel den Ausdruck World of Warcrack eingebracht hat. Die enorm hohe Zugänglichkeit anfangs, die schnellen Erfolge und - für ein MMOPG ungewöhnlich - der sehr hohe Solospielfaktor. Praktisch ohne Hilfe kommt jeder Spieler auf Stufe 60, die momentane Höchststufe. Die ersten Erfolge durch hochleveln und das behutsame einbringen von neuen Spielkonzepten (Talentbäume ab Stufe 10, Elitegegner mit Mitte 10-20 oder Instanzen ab 20) macht die ersten 20 Stufen zu einem Rausch, dem sich eigentlich keiner entziehen kann. Danach wird es deutlich zäher, die 30er Stufen sind - je nach Server (PvE oder PvP) durch zahlreiche Quests in Stranglethorn (neudeutsch Schlingendornental) geprägt, eine Gegend, die auf PvP Servern gefürchtet ist und für zahlreiche erfreuliche Momente sorgen kann (Stichwort Ganken). So lernen PvP Spieler den Vorteil durch zahlenmäßige Überlegenheit kennen. Dafür belohnt einer der beliebtesten Instanzbesuche dann die Helden (das scharlachrote Kloster). Die 40er Level sind meist unglaublich zäh, da es außer dem ungeliebten Uldaman, dem ersten Open Sky-Dungeon Zul'Farrak und dem erst später hinzugefügten 6-Stunden-Komplettdungeon Maraudon kaum Möglichkeiten gibt, sich in Instanzen zu vergnügen.

Hat man erst einmal die 50 erreicht, ist der Aufstieg zu Stufe 60 schnell und unkompliziert, da es enorm viele Quests und Gebiete gibt, welche zwei Hauptstories im Spiel betreffen: Die Bedrohung durch die Geißel (Argentumdämmerung, westliche und östliche Pestländer) sowie die Hauptstory der 60er: Blackrock 'n Roll. Die ganze Geißelgeschichte baut natürlich stark auf dem Strategiespiel Warcraft III auf, bei der der junge Prinz Arthas sich vom Bösen verführen lässt und so Dinge in Bewegung setzt, welche die Geschichte von Azeroth und Kalimdor, den beiden Kontinenten von Warcraft, für immer verändern sollten. Zu dieser Story um Untote und die Verderbnis durch die Geißel gehören die Gruppeninstanzen Stratholme und Scholomance, welche bei Beginn von World of Warcraft als absolute Highend-Herausforderung galten. Diese Geschichte wird in der Instanz Naxxramas, einer Raidinstanz, weitergeführt.

Wesentlich bedeutender für WoW-Spieler ab Mitte 50 war allerdings die Blackrockstoryline. Sie beginnt in der Sengenden Schlucht, führt über die Brennende Steppe, dann in den extrem umfangreichen und mit vielen Quests versehenen Dungeon Blackrocktiefen, an dessen Ende der Imperator Thaurissan wartet. Es ist immer noch ein Zeichen von Spielbeherrschung, wenn man diese Instanz mit all ihren Hürden als "junger" 60er oder Endfünfziger gemeistert hat. Nach den Blackrocktiefen und der damit verbundenen Onyxia-Schlüsselquest rund um Marshall Windsor sowie der Vorbereitungsquest zum Betreten des Geschmolzenen Kerns kommen die in meinen Augen unattraktivsten Dungeons von WoW: Untere und Obere Blackrockspitze (englische Bezeichnung: Lower Blackrockspire und Upper Blackrockspire - LBRS/UBRS), deren triste Ockerhallen und dunkle Räume einfach nur depressiv angelegt sind. Am Ende warten die für viele ersten veritablen Drachengegner, die man besiegen muss, Oberanführer Wyrmthalak und General Drakkisath. Besonders Drakkisath ist einer der beliebtesten Gegner, kann man bei ihm doch die berühmte "Tier 0 Robe" bergen. Zusätzlich war es clever von Blizzard angelegt, dass man erst durch wiederholtes Questen in LBRS (oder wie üblich mit viel Glück beim ersten Mal) bei den Zwischen- und Endbossen Juwelen für einen mehrteiligen Schlüssel bergen konnte, der zusammen mit einer kleinen Quest dann erst das Aufschließen der oberen Blackrockspitze ermöglichte. Kleinere Gilden, deren einziger Schlüsselbesitzer aufhörte oder wechselte, schauten dann natürlich in die Röhre, was zeitweise dazu führte, dass andere Mitspieler sich für das reine Öffnen von UBRS mit Gold entlohnen ließen. O tempora, o mores. Trotz dem hässlichen Design von LBRS/UBRS ist die Storyline um Blackrock, Onyxia, den Geschmolzenen Kern und Pechschwingenhort eine der besten im Spiel.

Je nachdem, wie schnell man ist und wie man seinen Schwerpunkt setzt (schnelles Powerleveln oder gemütliches Voranquesten und Erkunden) sind diese Wege zwischen 7 Tagen und 6 Monaten lang.

Die zahlreichen und beim ersten Mal sicher eindrucksvollen Instanzen sind der nächste Grund, weshalb sich viele mindestens ein Jahr mit WoW-Spielen verbracht haben. Dann kamen die wahren Suchtelemente: Raids. Auf diese gehe ich im nächsten Teil des Blogs ein. Keep on reading.

Euer Drugh.

Mittwoch, 3. Januar 2007

World of Warcraft - wie alles begann

Zwei Jahre ist es her. Vor ziemlich genau zwei Jahren bekam ich den Beta-Key für die open Beta von World of Warcraft, den ich mit meiner Frau teilte. Ich hatte eine ziemlich genaue Vorstellung, was ich spielen wollte. Hätte ich damals ahnen können, dass ich eine der Hass-Klassen im Spiel starten würde? Die Wahl fiel auf einen Zwergen-Jäger. In anderen Spielen hatte ich immer Diebescharaktere oder auch auf Gründen der Praktikabilität so was wie Paladine, Kreuzritter und dergleichen gespielt, also Charaktere, welche sich heilen konnten. Mich reizte die Aussicht, nicht alleine durch die Lande zu ziehen, sondern mit einem treuen Gefährten an meiner Seite Abenteuer bestehen zu können. Den treuen Gefährten, ein Bär namens Petzi (sic!) habe ich immer noch.

Die ersten Schritte waren der Rausch, der so lange angehalten hat und den enormen Erfolg von WoW mit sich gebracht hatte. Ich hatte schon immer die Berichterstattung von WoW verfolgt, Screenshots bewundert und Vorberichte verschlungen. Um so größer war die Freue, selber in der Welt starten zu können. Gesagt, Client heruntergeladen und installiert.

Zwei Jahre später ist dieser Charakter immer noch eine meiner liebsten Spielfiguren, die ich jemals in einem Computerspiel gehabt habe. Ich glaube, jede seiner Fähigkeiten zu kennen, mit ca. 100 Tagen played ist er mir vollends ans Herz gewachsen. Zu meinem großen Glück habe ich nicht nur eine verständnisvolle Ehefrau, sondern eine, die selber spielt. Über unsere Spielehistorie erzähle ich an anderer Stelle mal was. Ihr Charakter ist eine Gnomen-Hexenmeisterin, die sehr, sehr süß ist. Meine Frau las die Passage mit den exzentrischen Gnomen und da war es um sie geschehen. Ein Gildenmitspieler blieb mal bei ihr stehen und himmelte sie mit "Ohhh, bist du süß" an.

Nachdem wir unsere beiden Charaktere in der Open Beta bis ca. Mitte 20 gespielt hatten, war uns klar, dass wir das weiter spielen wollten. Um nicht ganz alleine zu sein, suchten wir uns eine nette Gilde aus, bei der wir heute noch sind. Uns war es wichtig, in einer Gilde mit möglichst Gleichaltrigen zu sein.

Anfang Februar kam dann das Paket mit den beiden Spielepackungen und die Freude war groß. Es war nicht absehbar, aber unser Freizeitverhalten sollte durch WoW ziemlich beeinflusst werden.

Ich werde keine großen Details aus der Gilde bringen, also keine Namen über die Charaktere von Mitspielern oder dergleichen. Dennoch werde ich viel über uns und das Gildenleben berichten, denn ich finde, der soziale Kontakt und die Interaktion mit Mitspielern ist das Salz in der Suppe eines Blogs, des Spiels und des Lebens im Allgemeinen.

Samstag, 30. Dezember 2006

A new beginning

Blogs. Lange habe ich mich gefragt, was Blogs sollen. Oder warum Menschen diese schreiben. Ich nutze zwar seit Jahren Foren und habe selber welche gehostet (ging um ein Rollenspiel), doch Blogs kamen mir nie in den Sinn. Hier und da habe ich mal welche gelesen, sei es das von einer Apple.com Mitarbeiterin (Adresse ist verschütt gegangen) oder auch welche der Onlineredakteuren von Gamestar. Nun habe ich vor, selber eines über die nächste Zeit zu führen. Mal schauen, ob ich durchhalte.

Was hat mich motiviert, ein eigenes Blog zu starten? Tobolds Blog. Ich finde seine Einträge clever, spannend und sie begleiten mich schon einige Zeit.

Worüber möchte ich schreiben? Ich werde meine Leidenschaft für Computerspiele, Gesellschaftsspiele, Kino, DVD, Musik und Technik im Blog ausleben. Vielleicht gibt es auch ab und an mal Kommentare zur weltpolitischen Lage und zum Geschäftsleben von mir. Wird die Zeit zeigen. Was aber der Schwerpunkt meiner Artikel sein wird: MMORPGs. Also: Massive Multiplayer Online Roleplaying Games. Warum? Sie machen mir Spass. Ich habe in Ultima Online reingeschnuppert (zu einem Zeitpunkt, als das Spiel schon sehr "mature" war, was den Spielspass nicht erhöhte), später mal Star Wars Galaxy angesehen und nun bin ich seit ca. 2 Jahren dem Blockbuster verhaftet, klar, World of Warcraft. Ich habe in meinem ganzen Spieleleben (und ich spiele Computerspiele seit über 22 Jahren) noch nichts gesehen, was mich so gefesselt hat.

Die ersten Blogs werde ich mal Revue passieren lassen, was so in der vergangenen Zeit passiert ist, ab dann geht es los mit aktuellen News.

Ich wünsche allen Lesern viel Spass und freue mich über Feedback!

Euer Drugh