Die letzten Tage haben wir einige Zeit in WOW und LOTRO verbracht. Beide Welten machen mir auf ihre Weise viel Spaß. In WOW haben wir unseren ersten „Großraid“, also einen Raid mit mehr als 10 Mitgliedern, versucht. Mit 25 Spielern ging es in „Gruuls Lair“, die erste und leichteste 25 Mann Raidinstanz von BC. Und was war das Ergebnis? Ernüchternd. Die ersten drei Trashmobs sind zwar ohne größere Probleme umgefallen (hier und da ein Verlust bei den empfindlichen Stoffträgern wie Priester oder Magier), doch die erste Bossgruppe um Hochkönig Raufgar hat uns den Rest des Abends beschäftigt. Leider ohne großen Erfolg. Wir müssen mit 25 Spielern eine Gruppe von 5 Ogern beschäftigen, was den Anfangspull recht tricky macht. Aber das wird mit entsprechender Übung. Immerhin war das Interesse seitens der Gilde recht hoch, auch wenn fast alle von uns noch ihre Ausrüstung verbessern müssen. Letztendlich ist ein weiterer Faktor, dass der Kampf gegenwärtig so getuned ist, dass man viele Tränke (Fläschchen der Titanen für den MT, Elixiere für bessere Stats bzw. mehr Schaden / Heilung) einwerfen muss, um den Kampf zu packen. So hat es unseren MT nach ca. 30 Sekunden (bester Versuch) immer zerlegt, obwohl wir ihm 4 unserer besten Heiler zugewiesen haben. Na ja, das wird schon mit ein wenig Verbesserung an allen Fronten (plus einem kleinen Patch).
Weiterhin haben wir in WOW unsere beiden Alt-Char-Pärchen voran gebracht. Einerseits die Kombi Priesterin und Schurke in mehreren Instanzengängen, andererseits unsere Anfangs-50er Kombi Kriegerin und Priester. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel so eine Kern-Kombination ausmacht. Eigentlich vergeht kein Tag an dem wir mit den beiden spielen, ohne dass wir nicht angeflüstert werden, ob wir nicht bei Instanzen aushelfen können.
Bei LOTRO lassen wir es sehr ruhig angehen, auch hier haben wir drei Twinkpärchen, im Wesentlichen, um die verschiedenen Handwerksberufe abzudecken. So können wir alle Beute optimal zwischen den Charakteren verteilen und sie in den Handwerkskünsten langsam voran bringen. Sammelcharaktere wie mein Kundiger sorgen für steten Nachschub bei Erzen und Holz, was nebenbei noch Edelsteine (für den Goldschmied) und Färbematerial (wie Kupfersalze oder Siena) für den Gelehrten einbringt. Nur die Berufe Farmer und Koch stellen wir bislang zurück, um die nicht zum Geldgrab zu machen. Apropos Geld, wenn man nicht aufpasst, ist man bei LOTRO schnell pleite. Es gibt z.B. ab Stufe 10 die Möglichkeit für Wächter, Zweihandwaffen zu lernen. Wer in alter Manier alles anklickt, was man lernen kann, stellt schnell fest, dass 20 Silber doch recht teuer sind für eine Fertigkeit, die man eher selten benötigt. Solchen Luxus sollte man sich für später aufsparen, ebenso das Lernen von Instrumenten.
Die Quests bei LOTRO sind recht nett gestaltet, gar nicht so viel töte 10 von X und sammle 20 Y Quests und wenn, sind die Chancen die Sachen zu sammeln, recht gut. Ein besonderes Schmankerl sind die instanzierten Storyquests, wo man z.B. einen Zwerg begleiten muss, um einen bösen Grimmhand-Trolljäger und einen Steintroll zu besiegen. Da wir meist zu zweit spielen, gehen wir solche Quests traditionsgemäß immer mit einem hohen Levelunterschied (von unseren Chars zur Quest) an, um es zu zweit zu schaffen. Die besagte Quest war dann sehr spannend, da aufgrund der instanzierten Umgebung wirklich keiner kommen kann, der hilft, was das Adrenalin doch schon nach oben treibt (vor allem wenn man darauf erpicht ist, die Stufe 20 zu erreichen, ohne einmal zu sterben, da es dann einen netten Titel gibt).
Alles in allem, zwei wunderbare Spiele, die herrlich die Freizeit vertreiben.
P.S.: Ach ja, einen habe ich noch. Ghost Recon Advanced Warfighter (XBOX 360) durchgespielt, Mexico gerettet und die Atombombe sichergestellt. Da gab es eine extrem nervige Mission, wo man in einen Palast eindringen muss, in dem von allen vier Seiten Revolutionäre auf einen schießen. Hab ich es schon erwähnt, dass ich Spiele mit Speicherpunktsystemen hasse? Grrr. Als nächstes ist King Kong dran, das gibt es mittlerweile günstig als Budget-Edition.
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Montag, 30. April 2007
Mittwoch, 28. März 2007
XBOX 360 – Ghost Recon Advanced Warfighter (GRAW)
Neben dem PC spiele ich ab und an mal ganz gerne auf der Couch am Fernseher. Die XBOX 360 steht seit ca. einem halben Jahr bei mir und ist meine erste Konsole, die ich je gekauft habe. Mich reizte einfach die Vorstellung, mal Spiele einfach nur zu starten und ohne irgendwelche Bugs, Patches, Treiberprobleme und dergleichen (die typischen Schattenseiten des PCs) Spiele zu spielen, zusammen mit einem fantastischen Sound per Surroundanlage.
Neben Oblivion, Tomb Raider Legend und Lego Star Wars II steht seit ein paar Wochen GRAW in meinem Schrank. Die PC Version hat ja erstaunlicherweise gegenüber der XBOX 360 Version zurückstecken müssen, was Funktionalität und Umfang betrifft, z.B. werden die Videoeinblendungen des HUD nicht als Bild sondern als Drahtgitter gezeigt – dann könnte man das auch gleich ganz lassen.
Da ich schon immer ganz gerne mal Taktikshooter wie Rainbow: Six gespielt habe, war GRAW die logische Wahl, zumal es jetzt als Budgetversion erschienen ist (27 Euro vs. 55 Euro zu Verkaufsbeginn sprechen eine deutliche Sprache). Das Spiel ist nett aufgemacht, hat aber seine Tücken. Eine der nervigsten Punkte bei Konsolen sind die Speicherpunkte. Ich verstehe diese Unart nicht, dass man Spieler mit Speicherpunkten quält. Was soll das? Immerhin gibt es meistens genug und fair verteilte Speicherpunkte.
Im Spiel selber geht es um eine Krise in Mexiko, bei der der amerikanische und mexikanische Präsident zwischen die Fronten von Rebellen geraten und das Eliteteam Ghost Recon die glühenden Kohlen aus dem Feuer holen muss. Dabei sind die Level trotz der Stadtumgebung recht linear angelegt, auch wenn sie mehr Freiheit bieten als manch ein Shooter. Ein Ortungssystem weist immer den Weg zu einem neuen Zwischenziel, das man erreichen muss und geskriptete Events (einfahrende Panzer, Helikopterangriffe, Wellen von Gegnern) sorgen für Überraschungsmomente. Der Soldat den man selber steuert, Cpt. Mitchell, wird aus der Schulterperspektive gezeigt, was gerade an Ecken für einen Sichtvorteil sorgt, da man um Ecken schauen kann, die er eigentlich gar nicht einblicken könnte. Hin und wieder gibt es unfaire Momente, wenn ein Scharfschütze aus 300 Meter Entfernung nichts anderes macht, als genau durch den kleinen Spalt zu schießen, den man selber betritt. Das Team, das man steuert, besitzt teilweise gutes, teilweise schlechtes programmiertes Verhalten. In vielen Missionen muss man „selber ran“ um die Lage zu retten. Das Tolle ist, dass das Team eigentlich nicht sterben kann. Selbst wenn sie niedergeschossen worden sind, kann man ein Teammitglied immer noch durch Erste Hilfe retten. Zwar ist sein Gesundheitszustand dann rot, aber der Knabe ist immer noch bereit, zu schießen. Wird man selber mehrere Male getroffen, wechselt die Gesundheitsanzeige von grün über gelb nach rot und ein weiterer Treffer bedeutet das aus, da die Kameraden leider völlig planlos ohne die eigene Führung sind und keiner Erste Hilfe beherrscht. Das macht teilweise das Retten der Teammitglieder schwierig, da man unter Feindfeuer steht, so dass man gezwungen ist, erst die Gegner zu neutralisieren, bevor man das Team rettet (man kann die Teammitglieder nicht in Deckung ziehen um sie sicher zu versorgen).
Der Schwierigkeitsgrad steigt im Spiel zunehmend an, meist steht man in einem Level Dutzenden Soldaten in Kleingruppen und/oder gepanzerten Fahrzeugen gegenüber, die Verhältniszahlen des Teams vs. der gesamten Gegneranzahl im Level sind ziemlich unrealistisch. Neben den Ghosts kann man auch weitere militärische Einheiten steuern, je nach Mission sind das Aufklärungsdrohnen (sehr praktisch), Stryker-Schützenpanzer, Abrams-Panzer und auch Apache-Hubschrauber. Diese besitzen nur rudimentäre Verhaltensweisen („Sir, weisen Sie mir bitte ein Ziel zu, sonst kann ich nicht schießen!“) und Feuerkraft sowie Kampfmöglichkeiten entsprechen nicht dem militärischen Vorbild (der Apache-Hubschrauber kreist sicher nicht 20 Meter über den Köpfen der Schützenpanzer und wartet, bis das Bodenteam ihm endlich ein Ziel zuweist). Gerne genommen auch mein Steuerungsfehler, aus Versehen das Ghost-Team auf den Panzer zu schicken, weil ich wieder vergessen habe, zwischen Ghost-Team und eigenem Panzer umzuschalten.
Grafik und Sound sind sehr gut und realistisch, die Animation teilweise klasse (aus dem Lauf in die liegende Haltung springen, um Ecken luschern) teilweise merkwürdig (die ruckende Laufhaltung sieht komisch aus). Die Gegner-KI ist auch durchwachsen. Manchmal wird man aus 5 Meter Entfernung nicht getroffen, manchmal stürmt der gegnerische Skriptsoldat in den Raum und zielt sicher auf den Spieler, was eine Mission sofort beendet.
Alles in allem ist Ghost Recon ein sehr schönes und taktisch mittelmäßig anspruchsvolles Spiel, das sich mit dem Gamepad meist recht gut steuern lässt. Es verlangt aber schon recht viel Übung, die schnell laufenden Gegner mit dem kleinen Joystick links ins Ziel zu bekommen. Zum Glück gibt es unterstützende Zielfunktionen (linker Abzug).
Neben Oblivion, Tomb Raider Legend und Lego Star Wars II steht seit ein paar Wochen GRAW in meinem Schrank. Die PC Version hat ja erstaunlicherweise gegenüber der XBOX 360 Version zurückstecken müssen, was Funktionalität und Umfang betrifft, z.B. werden die Videoeinblendungen des HUD nicht als Bild sondern als Drahtgitter gezeigt – dann könnte man das auch gleich ganz lassen.
Da ich schon immer ganz gerne mal Taktikshooter wie Rainbow: Six gespielt habe, war GRAW die logische Wahl, zumal es jetzt als Budgetversion erschienen ist (27 Euro vs. 55 Euro zu Verkaufsbeginn sprechen eine deutliche Sprache). Das Spiel ist nett aufgemacht, hat aber seine Tücken. Eine der nervigsten Punkte bei Konsolen sind die Speicherpunkte. Ich verstehe diese Unart nicht, dass man Spieler mit Speicherpunkten quält. Was soll das? Immerhin gibt es meistens genug und fair verteilte Speicherpunkte.
Im Spiel selber geht es um eine Krise in Mexiko, bei der der amerikanische und mexikanische Präsident zwischen die Fronten von Rebellen geraten und das Eliteteam Ghost Recon die glühenden Kohlen aus dem Feuer holen muss. Dabei sind die Level trotz der Stadtumgebung recht linear angelegt, auch wenn sie mehr Freiheit bieten als manch ein Shooter. Ein Ortungssystem weist immer den Weg zu einem neuen Zwischenziel, das man erreichen muss und geskriptete Events (einfahrende Panzer, Helikopterangriffe, Wellen von Gegnern) sorgen für Überraschungsmomente. Der Soldat den man selber steuert, Cpt. Mitchell, wird aus der Schulterperspektive gezeigt, was gerade an Ecken für einen Sichtvorteil sorgt, da man um Ecken schauen kann, die er eigentlich gar nicht einblicken könnte. Hin und wieder gibt es unfaire Momente, wenn ein Scharfschütze aus 300 Meter Entfernung nichts anderes macht, als genau durch den kleinen Spalt zu schießen, den man selber betritt. Das Team, das man steuert, besitzt teilweise gutes, teilweise schlechtes programmiertes Verhalten. In vielen Missionen muss man „selber ran“ um die Lage zu retten. Das Tolle ist, dass das Team eigentlich nicht sterben kann. Selbst wenn sie niedergeschossen worden sind, kann man ein Teammitglied immer noch durch Erste Hilfe retten. Zwar ist sein Gesundheitszustand dann rot, aber der Knabe ist immer noch bereit, zu schießen. Wird man selber mehrere Male getroffen, wechselt die Gesundheitsanzeige von grün über gelb nach rot und ein weiterer Treffer bedeutet das aus, da die Kameraden leider völlig planlos ohne die eigene Führung sind und keiner Erste Hilfe beherrscht. Das macht teilweise das Retten der Teammitglieder schwierig, da man unter Feindfeuer steht, so dass man gezwungen ist, erst die Gegner zu neutralisieren, bevor man das Team rettet (man kann die Teammitglieder nicht in Deckung ziehen um sie sicher zu versorgen).
Der Schwierigkeitsgrad steigt im Spiel zunehmend an, meist steht man in einem Level Dutzenden Soldaten in Kleingruppen und/oder gepanzerten Fahrzeugen gegenüber, die Verhältniszahlen des Teams vs. der gesamten Gegneranzahl im Level sind ziemlich unrealistisch. Neben den Ghosts kann man auch weitere militärische Einheiten steuern, je nach Mission sind das Aufklärungsdrohnen (sehr praktisch), Stryker-Schützenpanzer, Abrams-Panzer und auch Apache-Hubschrauber. Diese besitzen nur rudimentäre Verhaltensweisen („Sir, weisen Sie mir bitte ein Ziel zu, sonst kann ich nicht schießen!“) und Feuerkraft sowie Kampfmöglichkeiten entsprechen nicht dem militärischen Vorbild (der Apache-Hubschrauber kreist sicher nicht 20 Meter über den Köpfen der Schützenpanzer und wartet, bis das Bodenteam ihm endlich ein Ziel zuweist). Gerne genommen auch mein Steuerungsfehler, aus Versehen das Ghost-Team auf den Panzer zu schicken, weil ich wieder vergessen habe, zwischen Ghost-Team und eigenem Panzer umzuschalten.
Grafik und Sound sind sehr gut und realistisch, die Animation teilweise klasse (aus dem Lauf in die liegende Haltung springen, um Ecken luschern) teilweise merkwürdig (die ruckende Laufhaltung sieht komisch aus). Die Gegner-KI ist auch durchwachsen. Manchmal wird man aus 5 Meter Entfernung nicht getroffen, manchmal stürmt der gegnerische Skriptsoldat in den Raum und zielt sicher auf den Spieler, was eine Mission sofort beendet.
Alles in allem ist Ghost Recon ein sehr schönes und taktisch mittelmäßig anspruchsvolles Spiel, das sich mit dem Gamepad meist recht gut steuern lässt. Es verlangt aber schon recht viel Übung, die schnell laufenden Gegner mit dem kleinen Joystick links ins Ziel zu bekommen. Zum Glück gibt es unterstützende Zielfunktionen (linker Abzug).
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