Das erste Tagebuch dieses Jahr. Die letzten 4 Wochen waren recht interessant, wir haben über die Feiertage viel spielen können. Dabei haben wir im wesentlichen die Twinks (Krieger & Priester) hochgespielt und auf 70 gebracht. Dieses Pärchen macht eine Menge Spaß, die normalen Instanzen flutschen nur so durch mit ihnen. Gildeninteresse bei normalen Instanzen ist wie zu erwarten sehr niedrig, mit dem Hauptcharakter geht kaum noch einer rein, der Sättigungsgrad ist zu hoch. Sehr beliebt ist bei vielen Spielern die heroische Tagesquest, meist finden sich dazu die gleichen 6-7 Spieler zusammen. Mein erster Versuch als Heiler in einer Randomgruppe Dampfkammer heroisch war nicht so prickelnd, der mittelblau equipte Druidentank bekam zu viel Schaden durch (ich kenne mich bei Druiden nicht so aus, aber critimmun schien er nicht gewesen zu sein) und die anderen in der Gruppe waren auch nicht so auf zack, dass sie sich mal selber verbinden konnten. Da wir auch keinen Hexenmeister hatten, war beim ersten Boss (Naga-Zauberin mit 2 Wasserelementaren) dann Schluss. Ich konnte zwar den Druiden mit Mühe und Not heilen, aber die drei anderen nahmen so viel Schaden, dass da selbst mit Gruppenheilung nichts mehr zu machen war.
Na ja, aus Schaden wird man klug: Bis auf weiteres keine heroic-Randomgruppe mehr, so sehr sie auch im LFG Channel nach "Tank und Heiler für heroic TQ" suchen. Wenns nicht klappt, liegts am Heiler + Tank. Ja klar. Mehr Erfahrungen konnte ich dann die letzten Tage auch bei einem Gruul FFA Raid als Heiler sammeln. Zuerst - der Mob ging down. Zweitens: Mein Priester (nicht mit übermäßig viel Gesundheit gesegnet, dank des an Ausdauer armen Urmondstoffsets) hat überlebt. Eigentlich nicht schlecht. Raidheilung ist etwas gewöhnungsbedürftig, besonders toll habe ich nicht in der Heilstatistik abgeschnitten, aber das macht für den Anfang auch nichts.
Zul'Aman findet leider bei uns in der Gilde so gut wie gar nicht mehr statt, liegt aber auch daran, dass der Spielinhalt zu schwer ist. Ja, zu schwer. Ein Bekannter aus einer Raidgilde (Illidan down) sagte mir, die Spieler bei ihnen sind erstaunt, wie fordernd das ist und mit "Nicht-Optimalbesetzung" (entspricht PvP Twinks + Hauptchars gemischt, was analog zu unseren Spitzenkräften zu sehen ist) kamen sie letztens auch nur bis zum zweiten Boss. Da muss Blizzard dringend was machen, für eine reine "Post-Karazhan-Gruppe" ist das zu heftig.
Die beiden Kleinen werden wohl der Hauptfokus für die nächsten Wochen & Monate sein.
Wir planen für das Wochenende den Karazhanzugang ein, damit wir dort bei Tank- & Heilermangel punkten können. Wenn das aber auch nur wieder stressig und mit dummen Kommentaren (XY hält die Aggro nicht oder dergleichen) abgeht, sehe ich die nahe Zukunft in reinen 5er Instanzen und heroischen Instanzen mit Spielern, mit denen wir gut können.
Die 25er Raids der Gildengemeinschaft gehen ganz gut voran, durch die immer wieder erfolgende Durchmischung werden wir immer den Effekt: "3 Schritt vor, 1 zurück" haben. Ist aber nicht schlimm. Die Besetzungspolitik ist schon stark auf Effektivität ausgerichtet. Sind genügend von einer Klasse da, werden die offenbar weniger effektiven Spieler auf die Ersatzbank geschickt. Und wenn das 2-3 mal passiert (was bei unserem alten Rotationsprinzip weniger oft vorkam), dann melden diese Spieler sich eben nicht mehr an und widmen sich anderen Inhalten. Dieses konnte ich jetzt schon mehrfach beobachten. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schwer es ist, Gerechtigkeit walten zu lassen und den Einzelfall zu würdigen. Problematisch wird es dann, wenn die 25er Raids dann trotz dem Zusammenschluss von 2 x 100 Spieler Gilden wieder nur knapp voll werden, weil eben so viele vergrätzt worden sind. Dann sind die Ersatzbankspieler von früher auf einmal der "useful idiot" und werden hofiert. So wird das langfristig aber nichts und die Aufrufe verhallen ungehört oder Spieler loggen aus. Um es mit Tolkien zu sagen: "Die Gemeinschaft droht, zu zerbrechen." Oder ist es schon zu spät und die Interessencliquen sind so zementiert, dass es keinen Weg mehr zurück gibt?
In der heilen Welt von LOTRO geht es nur wenig voran. Ich habe einfach mehr Zeit mit dem spaßigen Leveln & Ausstatten der Twinks in WoW verbracht, auch die süchtig machenden Tagesquests dort rauben Zeit. Immerhin, der Kundige steht kurz vor Stufe 28 und durch Dropglück ist mir ein Juwelenschmiedrezept in die Hand gefallen, das ein Charakter meiner Frau lernen konnte, so dass mein Rabe nun als roter Blutrabe in der Welt herumfliegt. Die Halskette, die den Effekt verursacht, hat gute Stats, was der Hauptgrund war, dass ich sie angelegt habe (na ja, ein cooler roter Rabe ist auch nett, gebe ich zu. Solche Gimmicks mag ich einfach). Mir fällt auf, dass bei LOTRO in den höheren Stufen mehr und mehr Elitegegner und Gruppenquests kommen, der Solospieler wird immer häufiger zum grinden (Monster töten für Gold & Erfahrungspunkte) gezwungen. Die Quests und Gebiete sind toll, aber so langsam freue ich mich auf Stufe 35 oder so, wo man in Evendim eine Reihe toller Quests machen kann. Was mich ein wenig stört, sind die Hürden bei der Handwerkskunst. Zu den höheren Rängen der Kunst kann man nur gelangen, indem man eine Quest absolviert. Die beinhaltet einen speziellen Drop, der bei Elite- oder Signaturgegnern gefunden werden kann. Leider ist das solo doch ein wenig schwer, so dass ich da zur Zeit nicht weiter kommen kann. Na ja, mich treibt ja nichts. Ist aber immer noch besser als Spieler, die in 1 Stunde durch gehortete oder Auktionshausmaterialien auf die Schnelle von Null zum Großmeister werden. Das Konzept gefällt mir auch nicht sehr.
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