Donnerstag, 7. August 2008

WOW: Blizzard findet Leveln lästig

Wie die Gamestar berichtet, weitet Blizzard das "Freunde werben Freunde" Angebot weiter aus. Dabei werden dann Level-Mechanismen eingesetzt, die Tobold und sicher auch andere schon lange gefordert haben. Deutlicher Zugewinn an Erfahrungspunkten in der Freundesgruppe, teilweises überspringen von Stufen usw. Zusammen mit der ohnehin schon deutlich geschrumpften Zeit, die man von 1-60 zum erreichen neuer Stufen braucht, schmilzt die Erfahrung von 1-70 nur so dahin. In der WotLK Beta berichten Todesritter-Spieler davon, dass die Zeit von 60-70 ebenfalls drastisch gesenkt wird, damit die Spieler von Todesrittern schneller an ihre Gildenmitspieler Anschluss finden können. Blizzard besitzt offenbar kein Vertrauen mehr in den Anteil des Spiels, der von 1-70 (bald 1-80) stattfindet und legt den Fokus ausschließlich auf die letzten paar Endstufen.

Warum? Aus nüchterner Geschäftssicht ist das nachvollziehbar: Freunde bleiben länger, wenn sie den Sozialaspekt des Spiels genießen können und das fällt nunmal schwer, wenn man Wochen braucht, um adäquat mit den anderen Gildenmitspielern oder sogar dem eigenen Freund mitzuspielen. Worte wie "Anschluss verlieren" fallen einem ein, als Spieler - auch bei uns in der Gilde - die neue Rasse Draenei ausprobieren wollten und diese von 1-70 leveln "mussten", während die Gilde langsam die ersten Erfahrungen in Karazhan machte. Frustpotenzial droht. Der Neukunde springt ab. Das gilt es auf alle Fälle zu verhindern.

Wenn das Vertrauen in die Langlebigkeit des "Elder Game", also des Spiels auf Endstufe so groß ist, warum stellt Blizzard nicht dann die ganze Levelfarce ein und bietet den 1-30, 1-50, 1-70 oder vergleichbaren automatischen Stufenanstieg. So kann man schnell ausprobieren, ob einem die neue Klasse im späteren Verlauf des Spiels wirklich Spass macht, Gilden können schneller entstandene Lücken ausgleichen, neue Spieler auf einen Schlag Anschluss finden. Komme mir jetzt bitte keiner mit dem Argument: "Dann lernt man nicht, seine Klasse zu spielen." Für so was kann man elegante, als Quests verpackte Tutorials machen. Die Jägerquest für Rhok'delar, den epischen Bogen aus dem Geschmolzenen Kern war so ein Moment für mich. Erstmals musste ich wirklich anders spielen, Gegner mit zurechtstutzen verlangsamen, Kiten, Jumpshots üben und und und. War schwer, machte mich aber zu einem dramatisch aktiveren Jägerspieler.

Also, Blizzard, lasst die Maskerade, dass euch das Spiel von 1-Endstufe noch irgend was bedeutet. Führt den "Endlevel-Knopf" ein.

Edit: Zu spät gesehen. War aber keine Anregung für meinen Post, wir sind nur zum gleichen Schluss gekommen.

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